Software-Patente als Waffe

26. Januar 2005, 10:27
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Wer hat den grössten Knüppel?

Wer hat den grössten Knüppel?
Was macht man, wenn das Gesetz des Dschungels herrscht, und die anderen einen Knüppel haben? Man besorgt sich selber einen, auch wenn man genau weiss, das der andere viel stärker ist und einen viel grösseren Knüppel hat. Wenigstens ist man gegen andere Kleine ohne Waffe im Vorteil.
Dies ist das Fazit der Diskussionen unter den knapp 50 Teilnehmenden einer Veranstaltung des Branchenverbands simsa zum Thema „Software-Patente als Waffe im Wirtschaftskrieg zwischen David und Goliath“. So präsentierte Heinz Lienhard von der IVY Team AG stolz sein gerade neu erworbenes US-Patent (inklusive vergoldetem Siegel). Gleichzeitig räumte er aber ein, dass sich der tatsächliche Schutz vor Patentverletzungen erst in einem (wahrscheinlich unerschwinglich teuren) Verfahren vor den Gerichten der USA erstreiten liesse.
Der zweite Referent, Mike J. Widmer von openlaw.ch, ein Advokat der Open-source-Bewegung, musste resigniert zur Kenntnis nehmen, dass sich in der Schweizer Software-Branche kaum jemand gegen Software-Patente in EU und der Schweiz engagieren wird, obwohl sich praktisch alle einig sind, dass sie niemand wirklich haben will.
Das Fazit der Veranstaltung: Ein Software-Patent ist eigentlich die Waffe des Goliath gegen David. Aber beim Kampf unter den Davids sollte man trotzdem eines haben. (Rolf Zopfi)

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