Softwarehersteller PSI vor Verkauf?

19. August 2010, 15:16
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Der deutsche Software-Hersteller PSI würde sich nicht zwingend gegen eine Übernahme sperren. Doch was passiert mit PSIpenta?

Der deutsche Software-Hersteller PSI würde sich nicht zwingend gegen eine Übernahme sperren. Doch was passiert mit PSIpenta?
Der deutsche Softwarehersteller PSI, der auch in der Schweiz mit einer eigenen kleinen Niederlassung präsent ist, ist vor allem als Hersteller von Lösungen für die Steuerung von komplexen Systemen wie etwa Stromversorgungs- und Verkehrsnetze bekannt. PSI ist seit 1998 in Deutschland an der Börse kotiert, doch dümpelt der Aktienkurs noch heute unter dem Preis, der beim Handelsstart 1998 erzielt worden ist. Neben den spezialisierten Lösungen für Infrastrukturbetreiber und für bestimmte Branchen wie die Metallindustrie vertreibt PSI auch eine Standard-ERP-Lösung: PSIpenta.
Diese Woche nun sagte PSI-Chef Harald Schrimpf gegenüber der 'Financial Times Deutschland', der Hersteller würde sich nicht gegen eine Übernahme sperren, wenn die Firma dadurch neue Marktzugänge erhalten oder der Preis stimmen würde. Als mögliche Käufer nennt die Wirtschaftszeitung IBM, ABB oder auch General Electric - alles Firmen, die beim Bau der künftigen neuen Stromnetze, der 'Smart Grids', eine Rolle spielen wollen.
Dass PSI für Anbieter von Infrastruktur und Infrastruktur-Steuerungen wie ABB attraktiv sein könnte, liegt auf der Hand. Doch für die Anwender der ERP-Lösung PSIpenta wäre eine solche Übernahme, wohl eine schlechte Nachricht, denn ein Käufer wie ABB hätte an der Standard Business-Software wohl eher geringes Interesse.
Die Betonung liegt auf "wäre", denn der Verkauf von PSI steht aktuell nicht zur Debatte. Sicher ist hingegen, dass die Lösungen für Stromverteiler für PSI immer wichtiger werden, während der Anteil des Umsatzes mit PSIpenta am Gesamtabsatz eher schrumpft. (hc)

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