SoftwareOne umarmt die VARs - europaweit

8. Oktober 2007, 12:56
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Wie der Schweizer Lizenzierungsspezialist SoftwareOne im Konzert der Paneuropäer Bechtle und PC-Ware mithalten will.

Wie der Schweizer Lizenzierungsspezialist SoftwareOne im Konzert der Paneuropäer Bechtle und PC-Ware mithalten will.
Die Nachricht vom Eintritt des schweizerisch-amerikanischen Software-Lizenzenspezialisten SoftwareOne in den deutschen Markt, hat nicht nur Freude ausgelöst. Für Unruhe sorgte, dass SoftwareOne gleich ein ganzes Team von Bechtle übernommen hat, das nun zusammen mit ehemaligen Spezialisten von PC-Ware die Operation im "grossen Kanton" aufbauen soll.
Am Versuch in Deutschland Fuss zu fassen, sind schon manche Schweizer Firmen gescheitert. Warum glaubt man also bei SoftwareOne, bessere Karten in der Hand zu haben? Harald Wentsch, der den europäischen Aufbau des Lizenzenspezialisten vorantreiben soll, erklärt: "Es gibt einen grossen Unterschied zu Bechtle und PC-Ware. Wir sind keine Konkurrenz zu VARs und Systemhäusern. Im Gegenteil: Sie können als unsere Partner vom Lizenzgeschäft profitieren." Seit dem Kauf von Software Spectrum durch den Hardware-Händler Insight ist SoftwareOne gemäss Wentsch der einzige reine Lizenzenspezialist, der sich paneuropäisch aufstellt.
Unter dem Namen VARassist propagiert der im Juni 2006 übernommene US-Dependence SoftwareOne, seit längerem die Partnerschaft mit VARs, die das Lizenzgeschäft als margenschwaches Randgeschäft anschauen. SoftwareOne hat mit VARassist Erfolg und wurde von der renommierten US-Channelzeitschrift VARBusiness jüngst mit dem Preis für das beste Partnerkonzept ausgezeichnet.
Wentsch: "Wir erkennen beim Kunden frühzeitig Projekte und können damit unseren Partnern, den Solution Providers, wertvollen Input gehen. Umgekehrt ist das Lizenzengeschäft für viele VARs heute nicht mehr profitabel, da es zu kompliziert und zu margenschwach ist.
Weitere Expansionschritte in Kürze
SoftwareOne ist in Deutschland mit 15 Mitarbeitenden gestartet. Hauptsitz ist in Heilbronn, in München gibt es ein weiteres Büros. Die anderen Regionen werden von je einem Account- und einem Service-Manager abgedeckt.
"In den nächsten sechs bis zwölf Monaten", so Wentsch, sollen weitere Expansionsschritte folgen. Denkbar sind gemäss dem ehemaligen Microsoft-Mann auch Partnerschaften mit einem oder mehreren der über 200 lokalen LARs (Microsoft large account reseller) in Europa. (Christoph Hugenschmidt)

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