Solaris ist jetzt ein "Cloud OS"

11. November 2011, 07:19
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Solaris 11 ist für den Oracle-Software-Stack optimiert. Virtualisierung von Server-, Speicher- und Netzwerk-Ressourcen.

Solaris 11 ist für den Oracle-Software-Stack optimiert. Virtualisierung von Server-, Speicher- und Netzwerk-Ressourcen.
Vorgestern Nacht hat Oracle Version 11 des Unix-Betriebssystems Solaris lanciert. Die aktuelle Version 10 von Solaris ist vom damals noch unabhängigen Hersteller Sun im Januar 2005 lanciert worden.
Bereits Solaris 10 hat eigene Funktionen für die Virtualisierung von Servern enthalten. Diese wurden nun ausgebaut: Solaris 11 soll sich gemäss Oracle ausgesprochen gut für die Virtualisierung nicht nur von Servern, sondern auch von Netzwerk- und Storage-Ressourcen eignen.
Man könne "hunderte" von so genannten "Zones" (virtuelle Server + Speicher + Netzwerkressourcen) auf einem physischen Server (Node) einrichten. Diese "Zones" kämen 15 mal billiger zu stehen, als wenn man sie mit Virtualisierungssoftware von VMware einrichten würde, schreibt Oracle. Zudem gibt es keine "künstlichen" Beschränkungen des zugeteilten Memories, der CPUs und Speicher-Ressourcen.
Weil die Virtualisierung von Netzwerk-Ressourcen ins Betriebssystem integriert ist, kann man mit einer einzigen Instanz leistungsfähige und doch sehr günstige Rechenzentrum-Topologien bauen, schreibt Oracle. Dies erlaube eine besseres Management der Performance und des ganzen Systems. Dies mache Solaris 11 zum ersten "Cloud-Betriebssystem", tönt es aus Kalifornien.
Ebenfalls in Solaris 11 eingebaut sind Sicherheits-Features für die Beschleunigung der Verschlüsselung und rollenbasierte Berechtigungen.
Für Oracle-Software optimiert
Die Übernahme von Sun durch Oracle hat die Veröffentlichung von Solaris 11 verzögert, da Oracle das Betriebsstem für seine Datenbanken und Middleware optimieren wollte.
Weil Solaris zusammen mit Oracle-Software (Datenbanken, Middleware) entwickelt worden ist, könne man auf Solaris-Systemen (Java-)Applikationen nun mit bis zu 10-facher Performance laufen lassen, argumentiert der Hersteller. Bis jetzt sind 11'000 Programme für Solaris 11 zertifiziert. Ausserdem kann man Software in einer "Solaris 10 Zone" innerhalb eines Systems mit dem neuen Betriebssytem betreiben.
Das Betriebssystem eignet sich für Server mit Oracles eigenen Sparc-Prozessoren und für Systeme mit x86-CPUs von Intel oder AMD. (hc)

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