Solothurner Steueramt migriert auf Nest-Lösung

31. März 2020, 09:51
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Das Grossprojekt Sotaxx kostet den Kanton rund 17 Millionen Franken. Im Herbst soll die neue Plattform live gehen.

Nach rund drei Jahren soll das Steueramt Solothurn im Herbst das Grossprojekt Sotaxx abschliessen. In dessen Rahmen wird für rund 17 Millionen Franken das Steuer-System des Kantons erneuert.
Die Gesamtprojektleitung oblag dem Steinhauser Dienstleister Spol. Implementiert wird die neue Lösung vom Krienser Nest-Partner KMS.
3578 Personentage habe Sotaxx letztes Jahr verschlungen, berichtet das 'Grenchener Tagblatt'. Bis zu den Sommerferien wolle man nun "ein stabiles und möglichst abgeschlossenes System haben. Dann funktionieren die Gesamttests im Herbst gut und wir können uns auf das Go-live vorbereiten", lässt sich Andy Bosshart, Projektleiter bei KMS, auf der Firmenwebsite zitieren.
Die 220 Mitarbeitenden des Steueramtes Solothurn werden künftig mit einer Nest-Steuerlösung arbeiten. Zuvor hatte man beim Kanton auf eine Plattform von IBM gesetzt. Diese sei Mangels Erfolg eingestellt worden. Der Support dafür sei Ende 2019 beendet worden, schreibt das 'Grenchener Tagblatt'.
Am Heiligabend seien die Datensätze der rund 180'000 Steuerpflichtigen zur Migration übergeben worden. Die Migration wird laut KMS in vier Schritten vorgenommen. "So viele und so komplexe Daten mussten wir noch nie migrieren", sagt Bosshart.
Ganz reibungslos verlief dies offenbar nicht. So wurden laut Thomas Fischer, dem Chef des Steueramtes, bei einigen Hundert Steuerpflichtigen einige Tarife falsch zugeordnet. Dies habe zu erhöhten provisorischen Rechnungen geführt und die Telefonleitungen heiss laufen lassen, zitiert ihn die Lokalzeitung.

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