Solpa-Rest geht Konkurs

15. Juni 2005, 16:16
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Swisscom als Spielverderber gegen kleine Player.

Swisscom als Spielverderber gegen kleine Player.
Wie die 'HandelsZeitung' heute berichtet, hat der VoIP-Anbieter Solpa Insolvenz angemeldet. Vom Konkurs betroffen ist aber nur ein kleiner Rest der ehemaligen Multilink. Denn letzte Woche wurde bekannt, dass Cablecom den Geschäftskundenbereich von Solpa per 24. Mai übernommen hat. Bereits vorher wurde der nun von Cablecom übernommene Bereich "Unified Business Solutions" rechtlich von Solpa abgetrennt. Zu den 55 Mitarbeitenden, die von Cablecom übernommen worden sind, sollen weitere 5 dazu kommen. 28 Personen hingegen werden "eine andere Stelle suchen müssen", wie Angelica Maté von Solpa gegenüber inside-channels.ch bestätigt. Weitere Bereiche von Solpa sollen gemäss dem Blatt in die Abteilung "Business Markets" von Cablecom unter der Leitung von Roger Gehrig integriert werden. Gehrig ist seit Januar 2005 Leiter dieser Abteilung und für den Auf- und Ausbau des Business-to-Business-Bereichs zuständig.
Bis 2012 laufende verträgliche Verpflichtungen sollen Solpa in den Konkurs getrieben haben, kolportiert die 'HandelsZeitung'. 15 bis 20 Millionen Franken wären für eine unabhängige Weiterführung des Unternehmens nötig gewesen. Die Wirtschaftszeitung findet, Solpa sei ein Opfer der Strategie von Swisscom, wonach kleine Player auf dem Markt ausgeschaltet werden. Für grosse Firmen mache die Swisscom tiefe Fix- und Mobil-Bündelpreise und treibe somit die Kleinen in den Ruin, die nur einen Teil des Geschäfts abdecken können. Für die Solpa entsprächen die Kosten für den Anschluss an die Letzte Meile rund der Hälfte des Umsatzes. (Maurizio Minetti)

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