Sony-Boss Stringer muss kleinere Brötchen backen

29. Juni 2011, 09:12
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Nach drei Verlustjahren in Folge sowie durch das Erdbeben vom März 2011 und die jüngsten Hackerangriffe auf das PlayStation-Netzwerk noch mehr angeschlagen, hat Sony nun die Bezüge von Konzernchef Howard Stringer und seinem möglichen Nachfolger gekürzt.

Nach drei Verlustjahren in Folge sowie durch das Erdbeben vom März 2011 und die jüngsten Hackerangriffe auf das PlayStation-Netzwerk noch mehr angeschlagen, hat Sony nun die Bezüge von Konzernchef Howard Stringer und seinem möglichen Nachfolger gekürzt. Wie das Unternehmen mit Sitz in Tokio der japanischen Regierung offenlegte, sind das Jahresgehalt und die Boni von CEO und Chairman Stringer im zurückliegenden Geschäftsjahr bis Ende März 2011 von 5 auf 4,3 Millionen Dollar um etwa 15 Prozent zusammengestrichen worden. Der als Stringers Nachfolger gehandelte PlayStation- und neue CE-Chef, Executive Deputy President Kazuo Hirai, hat in dem genannten 12-Monatszeitraum nur noch 1,25 statt wie im Vorjahr 1,36 Millionen Dollar nach Hause tragen dürfen.
Trotz der wiederholten Hackerangriffe auf das PlayStation-Netzwerk bleiben Online-Services der wichtigste Wachstumsmotor, sagte Stringer am Dienstag auf der Jahreshauptversammlung. Der zunehmende Konkurrenzdruck durch Apple und Samsung habe Sony im zurückliegenden Geschäftsjahr den grössten Verlust der letzten 16 Jahre beschert. Das Erdbeben vom März und die Hackerangriffe werden den Ertrag des Unternehmens im neuen Fiskaljahr mit mindestens zwei Milliarden Dollar belasten. Schwer nagt Sony wie viele andere japanische Unternehmen auch an der stetigen Aufwertung des Yen, zumal fast 70 Prozent der Umsätze im Ausland abgeholt werden. (kh)

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