Sony-Hack noch schlimmer als gedacht

12. Dezember 2014, 08:00
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Sony hat offenbar die Kontrolle über seine Systeme noch nicht zurückerobert. FBI ist von der Kompetenz der Angreifer beeindruckt.

Sony hat offenbar die Kontrolle über seine Systeme noch nicht zurückerobert. FBI ist von der Kompetenz der Angreifer beeindruckt.
Am 24. November griff eine unbekannte Gruppe, die sich "Guardians of Peace" (GOP) nennt, die Systeme der Filmstudios von Sony in Hollywood an. Die Gruppe stahl noch unveröffentlichte Filme und eine riesige Menge von Daten. Es gibt US-Kreise, die die nordkoreanische Regierung hinter dem erfolgreichen Angriff vermuten.
Sony ist offenbar noch nicht gelungen, seine Systeme wieder zu schützen. Glaubt man der US-Zeitschrift 'TheWrap', so flackerte gestern eine neue drohende Botschaft über die Bildschirme von einigen Angestellten der berühmten Filmstudios, zu dem Marken wie Columbia Pictures, Metro-Goldwyn-Mayer und United Artists gehören.
Ausserdem veröffentlichten die Angriffen den sehr peinlichen Inhalt von E-Mails von Sony-Kadern. So musste sich eine Studio-Chefin für eine E-Mail mit rassistischen Tönen bei Präsident Obama entschuldigen und ein Schauspieler musste zur Kenntnis nehmen, dass er in einer Mail als "Hure" bezeichnet worden war.
FBI ist beeindruckt
Glaubt man dem FBI, so sind die Hacker mit hoher Kompetenz vorgegangen. Der Angriff hätte vielleicht 90 Prozent aller Verteidigungsmassnahmen aushebeln können, sagte ein FBI-Mann vor einem Hearing des Senats.
Der Mann wollte die Beschuldigung, dass der nordkoreanische Staat hinter dem Angriff stehen könnte, nicht wiederholen. Man arbeite noch daran, herauszufinden, wer hinter dem Angriff steckt, sagte er gemäss 'Guardian'. (hc)

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