Sony und die PS3: Die Crux mit dem Erfolg

13. November 2006, 11:26
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    Sony hat am Samstag nach langen Verzögerungen seine neue Spielkonsole, die PlayStation3, auf den Markt gebracht.

    Sony hat am Samstag nach langen Verzögerungen seine neue Spielkonsole, die PlayStation3, auf den Markt gebracht. Ort der Lancierung war Japan. Diesen Freitag soll die USA folgen, in Europa ist der Marktstart erst auf den nächsten März geplant.
    In Japan stellte Sony 100'000 Exemplare für den Launch bereit. Obwohl erst fünf Spieletitel für die neue Konsole erhältlich sind, waren diese Presseberichten zufolge innert weniger Stunden ausverkauft. Vor allem in Tokio gingen anscheinend viele Fans, die zum Teil stundenlang auf die Eröffnung der Geschäfte gewartet hatten, trotzdem leer aus.
    Angesichts der treuen Kundenbasis war dies aber, wie die meisten Experten meinen, bei nur 100'000 Exemplaren nicht anderes zu erwarten. Auch die 400'000 PlayStations der neuen Generation, die Sony für den Marktstart in den USA reserviert hat, dürften sehr schnell ausverkauft sein. Auf einen kontinuierlichen Nachschub können sich die japanischen und US-Retailer auch nicht verlassen. Eine Sony-Sprecherin meinte auf Japan bezogen, man hoffe jede Woche – vielleicht aber auch nur alle zwei Wochen – neue Geräte liefern zu können.
    Allgemein geht man davon aus, dass Sony es gegenwärtig einfach nicht schafft, mehr Geräte zu produzieren. Allerdings stellt sich auch die Frage, wie motiviert man beim Elektronikriesen ist, die Produktion schnell anzukurbeln. In Japan verkauft Sony die PS3 nun etwas billiger als ursprünglich geplant, liegt aber immer noch deutlich über den Preisen der Konkurrenz von Microsoft und Nintendo (Die PS3 kostet in Japan gemäss 'Wall Street Journal' rund 420 Dollar in der billigeren und 510 Dollar in der teureren Version. Die Preise variieren aber je nach Retailer.)
    Eine schwer erhältliche Konsole schafft aber auch einen Kult und könnte helfen, dass die Käufer die hohen Preise akzeptieren. Und trotz des hohen Verkaufspreises muss Sony für jedes heute verkaufte Gerät noch viel Geld drauflegen, da die Produktionskosten jetzt noch einiges höher sind, als der Verkaufspreis – auch das könnte ein Anreiz sein, einen Teil der Verkäufe zu verzögern. (hjm)

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