Sony Vaio bei Coop zu Aldi-Preisen

5. Oktober 2005, 14:19
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Der Detailhändler bewegt sich im untersten Preissegment.

Der Detailhändler bewegt sich im untersten Preissegment.
Desktops und Notebooks sind bei IT-Händlern stets teurer als bei Discountern. Wer sich ein Schnäppchen unter den Nagel reissen will, geht aber nicht mehr zu Media Markt oder zu Interdiscount, sondern zu Coop. Der Detailhändler bietet zwei Mal im Monat besondere Aktionen an. Manchmal werden Küchenmaschinen oder Digitalkameras verkauft, manchmal aber auch Sony Vaio Notebooks (VGN-FS215E) für 1350 Franken.
Mit diesem Angebot wirbt Coop momentan im Pendlerblatt '20 Minuten'. Die 1350 Franken verstehen sich inklusive 10 Franken vRG und inklusive Mehrwertsteuer. Zum Listenpreis (1899 Franken) verkauft niemand mehr Hardware. So hat der grösste Media Markt in Dietlikon dasselbe Gerät für 1499 Franken im Sortiment – ein guter Preis für das 15,4"-Gerät, aber verglichen mit dem Angebot von Coop ist das fast Wucher.
Bei Media Markt hat man nach der Bemerkung, Coop biete das Gerät für 1350 Franken an, gleich reagiert und man wolle nun den Vaio auch für diesen Preis anbieten. Seitens Sony sei aber keine Preisreduktion kommuniziert worden.
Wie kann sich Coop solche Preise leisten? Sony-Sprecher Matthias Graf wollte keine Angaben zur Handels-Preisstruktur machen: "Diese Angaben werden vertraulich behandelt." Die Preisgestaltung im Endhandel sei die Angelegenheit der Anbieter, obwohl Sony natürlich eine Harmonisierung begrüsse und einem verschärften Preiskampf skeptisch gegenüber stehe. Aber die Margenstruktur und Verkaufsstrategie sei in diesem Fall natürlich alleine Sache von Coop.
Coop-Pressesprecher Karl Weisskopf wollte gegenüber inside-channels.ch (verständlicherweise) nicht sagen, wie viele Geräte und wo eingekauft wurden. Es sollten aber schon einige Tausend sein. Fust hat das gleiche Gerät für 1599 Franken im Sortiment. IT-Händler bezahlen bei den grossen Distis für diesen Vaio 1400 bis 1600 Franken inklusive Mehrwertsteuer. Online-Händler wie Toppreise.ch haben zum Teil zwar ähnlich tiefe Preise wie Coop, verdienen aber mit Portokosten etwas dazu. Coop-Tochter Interdiscount führt das Gerät übrigens nicht im Sortiment.
Ob Preisdumping oder Geiz-ist-geil-Strategie à la Aldi, eines ist sicher: Coop mischt den Channel gehörig auf. (Maurizio Minetti)

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