Sophos: Microsoft ist lieb, McAfee ist dumm

24. Oktober 2006, 13:28
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Krieg der Worte in der Frage, ob Microsoft mit Windows Vista nun andere Security-Hersteller aussperrt oder nicht.

Krieg der Worte in der Frage, ob Microsoft mit Windows Vista nun andere Security-Hersteller aussperrt oder nicht. Es geht um die Funktion "Kernel Patch Protection" in der 64-Bit-Version von Vista. McAfee und Symantec hatten sich lautstark, so etwa mit Zeitungsanzeigen, darüber beschwert, dass Microsoft mit diesem Feature unabhängige Hersteller von Security-Software daran hindere, mit ihren eigenen Produkten in den Kern des Betriebssystems einzugreifen.
Nun hat sich der Antiviren-Spezialist Sophos gemeldet. Man habe überhaupt keine Probleme mit dem neuen "PatchGuard"-Feature von Vista. "PatchGuard" sei ein Schritt in die richtige Richtung und der Mehraufwand für Security-Hersteller lohne sich angesichts der erhöhten Sicherheit. McAfee und Symantec hätten gemäss Sophos ihre Produkte eben in Hinblick auf das 64-Bit-Vista entwickeln müssen.
McAfee antwortete selbstredend umgehend. Man müsse zwischen einem reinen Antivirus-Hersteller wie Sophos und einem innovativen Hersteller für "Security Risk Managment" wie McAfee unterscheiden. McAfee könne nun nicht mehr in den Kern des Betriebssystems eindringen und ihn von dort aus überwachen. "Microsofts fehlerhafte Logik führt dazu, dass Computer verletzlicher gegen Viren und anderen Attacken wird," heisst es aus dem Hause McAfee. (hc)

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