Sopra kauft Banking-Geschäft von COR&FJA

15. November 2013, 13:02
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Avaloq-Konkurrent Sopra expandiert in Deutschland.

Avaloq-Konkurrent Sopra expandiert in Deutschland.
Der 2009 aus einer Fusion entstandene deutsche Softwarehersteller COR&FJA verkauft sein Banking-Geschäft für 13 Millionen Euro an die französische Sopra Group. COR&FJA ist auch in der Schweiz präsent, mit Niederlassungen in Zürich, Basel und Rheinfelden. Allerdings ist COR&FJA hierzulande praktisch ausschliesslich im Markt für Versicherungssoftware tätig. Zu den Kunden gehören Swiss Life, Zurich und Basler. Vor zwei Jahren hatte COR&FJA den Schweizer Versicherungs-Consulter WKA übernommen.
Sopra Banking Software, eine 100-Prozent-Tochter der Sopra Group, expandiert mit dem Kauf des Bereichs COR&FJA Banking Solutions im wichtigen deutschen Markt für Bankensoftware. Dort ist seit einiger Zeit der Schweizer Sopra-Mitbewerber Avaloq verstärkt aktiv. Die Software von COR&FJA richtet sich an Retail-, Privat-, Automobil- und Pfandbriefbanken. Sopra hat sich das Ziel gesetzt, 30 Prozent des Unternehmensumsatzes mit dem Vertrieb und dem Support von Standardsoftware zu erwirtschaften.
Im letzten Jahr machte der Banking-Bereich von COR&FJA einen Umsatz von 23,3 Millionen Euro. Pro forma würde sich der Gesamtumsatz von Sopra Banking Software im Geschäftsjahr 2013 somit auf etwa 240 Millionen Euro belaufen.
COR&FJA hatte diese Woche ausserdem mitgeteilt, dass ein geplanter Verkauf in der Schweiz geplatzt ist. COR&FJA wollte seinen 41-Prozent-Anteil am deutschen Consulter Plenum dem Zuger Beteiligungsunternehmen ConQor verkaufen. ConQor ist allerdings vom geplanten Kauf zurückgetreten. Die Gründe wurden nicht genannt. (mim)

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