Sourcing-Markt erholt sich merklich

21. April 2021, 13:29
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Managed-Services und Cloud haben sich im DACH- und EMEA-Raum gut von Corona erholt. Ein Bereich wuchs im Q1 gar um 66%.

Nach dem Jahrestiefststand 2020 – welcher der Corona-Pandemie zugeschrieben wurde – wird im Sourcing-Markt im ersten Quartal 2021 wieder mehr Geld erwirtschaftet. Laut den Analysten der Information Services Group (ISG) legte in der EMEA-Region das Outsourcing-Vertragsvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20% zu. Das sei ein Zuwachs von mehr als 1,2 Milliarden Euro für IT- und Business-Services.
Damit scheint das insgesamt schlechte Jahr 2020 überwunden, auch wenn im letzten Quartal 2020 sehr gute Zahlen ausgewiesen werden konnten. An diese Rekordwerte konnte nun angeschlossen werden: Der ISG-Index übertraf das zweite Mal in Folge die 5-Milliarden-Euromarke (umgerechnet rund 5,5 Milliarden Franken), blieb damit allerdings noch um 5% unter den Zahlen des 4. Quartals 2020, heisst es in einer Mitteilung.
Für die DACH-Region weist ISG nur das Vertragsvolumen im ersten Quartal 2021 für den Bereich Managed Services aus. Es lag bei 840 Millionen Euro, was einem Plus von 13% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Managed Services machen inzwischen fast 30% des gesamten EMEA-Segments aus.
Insgesamt bilanziert der nunmehr seit 18,5 Jahren quartalsweise vorgelegte Index: Der Markt habe die Auswirkungen der Corona-Pandemie abgeschüttelt, das Geschäft mit Managed-Services habe sich erholt und Cloud-basierte Services hätten eine Rekordnachfrage aufgewiesen. Dazu muss man wissen, dass die Marktforscher nur Outsourcing-Abschlüsse der Privatwirtschaft mit einem jährlichen Vertragsvolumen von mindestens 5 Millionen Dollar respektive mindestens 4,2 Millionen Euro oder umgerechnet rund 4,6 Millionen Franken listet. Gezählt werden im EMEA-Gesamtmarkt sowohl As-a-Service-Leistungen als auch Managed-Services.

Cloud, Managed-Services und BPO in konkreten Zahlen

Für Cloud-basierte As-a-Service-Leistungen war das zuletzt mit rund 2,1 Milliarden Euro bezifferte Vertragsvolumen ein neuer Quartalsrekord und ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 16%. Im Bereich Managed-Services habe das Vertragsvolumen bei insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro gelegen, ein Plus von 23% und das zweite starke Quartal in Folge, so ISG.
Aufgeschlüsselt entfallen in EMEA auf den Teilmarkt Infrastructure-as-a-Service (IaaS) 1,5 Milliarden Euro (ein Plus von 19%) und auf den Teilsektor Software-as-a-Service-Leistungen (SaaS) 552 Millionen Euro (plus 9%), Rekordniveau, wie ISG schreibt.
Ähnlich sieht es beim Wachstum der Managed-Services aus. Laut ISG wurde es getrieben durch die Teilbereiche IT-Outsourcing (ITO) und Business Process Outsourcing (BPO). So hätten im ITO-Umfeld insbesondere ADM-Services (Application Development & Maintenance) sowie Infrastrukturdienstleistungen zu einem um 17 % auf 2,5 Milliarden Euro angestiegenen Vertragsvolumen beigetragen. Im zuletzt 437 Millionen Euro schweren BPO-Bereich lag der Zuwachs sogar bei 66%.
Laut ISG wurde dies speziell durch die starke "Nachfrage nach branchenspezifischen Dienstleistungen, Leistungen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in den Bereichen Engineering und Forschung und Entwicklung" getrieben.
Glaubt man den Prognosen der ISG, wird im Jahr 2021 das weltweite Geschäft mit Cloud-basierten Services (IaaS und SaaS) um 18% zulegen. Anfang 2021 hatte ISG noch von einem 20-prozentigen Wachstum gesprochen. Optimistischer ist hingegen die Wachstumsprognose für den Managed-Services-Bereich geworden. Laut den neuesten Zahlen wird der Sektor weltweit statt um 3% (wie noch Anfang Jahr angegeben) neu um 5% zulegen.

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