SpaceX: Satelliten-Internet Starlink soll doppelt so schnell werden

24. Februar 2021, 14:25
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Das Internet-Projekt von Elon Musks SpaceX zählt über 10'000 Beta-Nutzer. Die Geschwindigkeiten sollen noch dieses Jahr verdoppelt werden.

Das SpaceX-Projekt Starlink, mit dem via Satelliten Breitbandinternet zur Verfügung gestellt wird, geht offenbar gut voran. SpaceX teilte vor wenigen Monaten mit, dass die Beta-Nutzer Geschwindigkeiten von 50 bis 150 Mbps erwarten können. Nun meldet Elon Musk auf Twitter, dass sich die Geschwindigkeit dieses Jahr auf 300 Mbps verdoppeln werde. Die Latenzzeit werde auf etwa 20 ms fallen.
In der zweiten Jahreshälfte 2021 soll der Dienst breiter verfügbar werden. Bis Ende 2021 soll das Internet aus dem All für "den grössten Teil der Erde" und bis zum nächsten Jahr für den gesamten Planeten verfügbar sein, so Musk in einem weiteren Tweet. Allerdings wird die Anzahl der für die Nutzer verfügbaren Slots in jeder geografischen Region begrenzt sein.
Musk fügt an, dass sich das Satelliten-Internet vor allem für Regionen eignet, die kaum oder wenig dicht besiedelt sind. In urbanen Regionen sei das Mobilfunknetz die bessere Option. Somit werde Starlink in Grossstädten auch nicht verfügbar gemacht. Die Bandbreite pro Zelle sei dafür nicht hoch genug. Ziel sei es, Regionen zu versorgen, die auf herkömmlichen Wegen nur schwer mit Internet – geschweige denn Breitband – versorgt werden können.
Im Oktober 2020 startete das Unternehmen von Musk die Public-Beta-Phase. Anfang Februar 2021 gab SpaceX bekannt, dass der Starklink-Dienst über 10'000 Nutzer zähle. Der Preis für den Dienst beträgt in den USA 99 Dollar pro Monat, zusätzlich zu den Kosten von 500 Dollar für die Bestellung des Starlink-Kits, das ein Benutzerterminal und einen Wi-Fi-Router zur Verbindung mit den Satelliten enthält. Neben der USA ist das Beta-Programm auch in Kanada und Grossbritannien verfügbar. In weiteren Regionen, darunter Deutschland und Italien, kann der Service vorbestellt werden.
Für Starlink will SpaceX in den kommenden Jahren bis zu 40'000 Satelliten ins All bringen. 

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