"Spass, Spass, Spass" bei T-Systems Schweiz

24. November 2009, 13:48
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Pierre Klatt hat die ersten hundert Tage als Chef von T-Systems Schweiz hinter sich gebracht. Die neue Funktion gefällt ihm.

Pierre Klatt hat die ersten hundert Tage als Chef von T-Systems Schweiz hinter sich gebracht. Die neue Funktion gefällt ihm.
Dem langjährigen EDS-Manager und Airline-Spezialisten Pierre Klatt (Foto) scheint es bei seinem neuen Arbeitgeber T-Systems zu gefallen. An einer Medienorientierung in Zürich sprach Klatt heute von Freude, Herausforderung und vor allem von "Spass, Spass, Spass". Er freue sich, als Managing Director von T-Systems Schweiz in der IT-Branche "ein gewichtiges Wort mitzureden", so Klatt, der zur Hundert-Tage-Bilanz eingeladen hatte.
Die wohl erste interne Krise – der Streit mit Sunrise im September – scheint zumindest vordergründig passé: Gemäss Klatt besteht die VPN-Partnerschaft mit Sunrise nach wie vor und sie werde auch in Zukunft bestehen.
Zum laufenden Geschäftsjahr sagte Klatt, der Umsatz bewege sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Genaue Zahlen nannte er allerdings nicht.
Globaler aufgestellt
Viel Neues gab es auch sonst nicht zu berichten. Klatt ist erst seit kurzem am Ruder und muss sich noch an die "europäische, ja sogar schweizerische DNA von T-Systems" gewöhnen. Bei dem von HP übernommenen IT-Dienstleister EDS herrschte hingegen eine amerikanische Art und Weise, miteinander umzugehen. Hinzu kommt, dass sich T-Systems weltweit im Umbau befindet. Das Stichwort ist "Global Delivery": Die einzelnen Länderorganisationen spielen zunehmend eine kleinere Rolle im weltweiten Konzern, der zur Deutschen Telekom gehört. Ein grosser Teil der Services wird global geliefert oder definiert.
Die rund 900 Angestellten von T-Systems Schweiz sollen global denken und lokal agieren. Insbesondere multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz stehen in Fokus. Interessant seien Branchen, die am meisten Wachstumspotenziale versprechen: Manufacturing, Transport und Public.
Übernahmen nicht ausgeschlossen
Im Gegensatz zu anderen globalen IT-Unternehmen leistet sich T-Systems aber immerhin noch einen lokalen Managing Director. Und Klatt betonte denn auch, dass "swissness" gepaart mit Qualität und Zuverlässigkeit nach wie vor eine Rolle spiele. Das Ziel sei nach wie vor profitables Wachstum – auch anorganisch. Es könnte also im kommenden Jahr wieder zu Übernahmen kommen. T-Systems Schweiz scheint vor allem SAP-Dienstleister im Visier zu haben. "Immerhin haben wir in der Schweiz den viertgrössten SAP-Markt Europas", so Klatt.
Im Banking-Bereich, wo in den vergangenen Monaten für T-Systems nicht viel lief (der Migros-Bank-Deal war der letzte grosse), wolle man aber nach wie vor vertreten sein, sagte Klatt. (Maurizio Minetti)

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