Spionage-Vorwürfe: Huawei holt zum Gegen­schlag aus

26. Februar 2019 um 16:08
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In der aktuellen Debatte um die Sicherheit der Huawei-Technologie wehrt sich der chinesische Konzern gegen Vorwürfe aus den USA und kontert heftig.

In der aktuellen Debatte um die Sicherheit der Huawei-Technologie wehrt sich der chinesische Konzern gegen Vorwürfe aus den USA und kontert heftig. Die Ironie an den Anschuldigungen sei, dass ausgerechnet ein US-Gesetz amerikanischen Behörden den Zugriff auf Daten über Landesgrenzen hinweg erlaube, sagte der aktuelle Huawei-Verwaltungsratschef Guo Ping am Mobile World Congress in Barcelona.
Bei dem Gesetz handelt es sich um den "Cloud Act", der regelt, wann amerikanische Behörden auf Daten von US-Bürgern zugreifen können, die ausserhalb des Landes gespeichert sind.
Dabei blieb es nicht. "Prism, Prism an der Wand, wer ist der Vertrauenswürdigste im ganzen Land", fragte Guo Ping in Anspielung auf das vor einigen Jahren bekanntgewordene Überwachungsprogramm des US-Geheimdienstes NSA. Wer den Satz nicht verstehe, könne Whistleblower Edward Snowden fragen, setzte er nach. Der Ex-Geheimdienstler Snowden hatte 2013 die weitreichende Überwachung des Netzes durch die angloamerikanischen Geheimdienste NSA und GCHQ offengelegt.
In Rahmen der Snowden-Enthüllungen wurden auch Vorwürfe bekannt, wonach die NSA in den USA produzierte Hardware des Huawei-Konkurrenten Cisco abfängt, Überwachungswerkzeuge implementiert, sie neu verpackt und dann an die eigentlichen Empfänger im Ausland verschickt.
"Sichere Technologie"
Guo Ping bekräftigte, dass Huawei-Technik sicher sei. "Lassen Sie mich so klar wie möglich sagen: Huawei hat keine Hintertüren installiert und wird das auch nie tun. Huawei werde auch nicht zulassen, dass andere dies bei Produkten des Unternehmens machten.
Für die US-Vorwürfe gebe es keine Beweise. Experten sollten darüber entscheiden, ob ein Netz sicher sei oder nicht. "Wir tun nichts Böses." Zugleich verwies Guo Ping darauf, dass nach der Einrichtung der Netzwerke es die Verantwortung der Netzbetreiber sei, für deren Sicherheit zu sorgen. "Wir betreiben die Netze nicht und die Daten der Netzbetreiber gehören uns nicht." (sda/kjo)

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