Sprint teilt im Kampf gegen Cogent das Internet

3. November 2008, 17:04
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    Die beiden grossen US-Internet-Infrastrukturanbieter Cogent und Sprint haben mit einem sogenannten "De-Peering" das Internet für knapp zwei Tage geteilt.

    Die beiden grossen US-Internet-Infrastrukturanbieter Cogent und Sprint haben mit einem sogenannten "De-Peering" das Internet für knapp zwei Tage geteilt. Durch die Trennung der Verbindung zwischen den Netzwerken der beiden Carrier war es Internet-Usern zeitweise unmöglich, auf Angebote die beim jeweilig anderen Carrier gehostet waren, zuzugreifen. Gestern abend hat Sprint die Verbindung nach eigenen Angaben "temporär" wieder hergestellt.
    Cogent gerät immer wieder in die Schlagzeilen, weil andere Carrier die Verbindungen zum Carrier kappen. Nachdem in den letzten Jahren bereits ATDN, Teleglobe, France Telecom, Level 3 und TeliaSonera "De-Peering-Fights" mit Cogent führten, ist es nun Sprint Nextel , welche die Verbindung während zwei Tagen kappte. Cogent beschuldigt Sprint in einer Mitteilung am Verhalten von Cogent, welche seit September 2007 die direkte Datenverbindung zu Sprint nutze, ohne dafür entsprechend zu bezahlen.
    Beim Peering schliessen Internet-Provider ihre Netze zusammen, um den Datenaustausch zwischen den Netzen auf direktestem Weg vorzunehmen. Je nach Anteil des Datenverkehrs werden solche Peering-Agreements entweder kostenneutral gestaltet oder bei unterschiedlich grossen Datenmengen nach Menge abgerechnet. Wird ein solches Peering durch einen der beiden Carrier unterbrochen, können die Angebote seiner Kunden nicht oder nur noch über Umwege erreicht werden. Im Extremfall können die Kundenangebote nur noch noch über denselben Provider erreicht werden. Würde also beispielsweise der Webserver von inside-it.ch bei Cogent stehen, wäre dieser aus dem Netzwerk von Sprint während der letzten zwei Tage nicht erreichbar gewesen. (bt)

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