St. Gallen geht beim E-Voting nun eigene Wege

29. Juni 2016, 10:36
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Im Kanton St.

Im Kanton St. Gallen soll die elektronische Stimmabgabe nun doch ab Herbst 2017 möglich sein. Das jedenfalls ist der soeben erfolgten Ausschreibung. Jetzt geht der Kanton also einen eigenen Weg.
Gesucht werden für das Projekt E-Voting "Dienstleistungen zur Einführung und zur Nutzung eines Systems zur elektronischen Stimmabgabe via Internet für die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons St.Gallen". Wer das System bauen will, muss insbesondere auch die rechtlichen, technischen, sicherheitstechnischen und organisatorischen Anforderungen des Bundes erfüllen, heisst es weiter. Der Anbieter "soll das durch den Kanton St. Gallen genutzte System zur elektronischen Stimmabgabe in einer eigenen Infrastruktur betreiben und warten".
Laut einer Mitteilung der Staatskanzlei, hat sich St. Gallen bei der Beschaffung mit dem Kanton Aargau abgestimmt. Die Ausschreibungsunterlagen seien gemeinsam erarbeitet worden. Als Pilotgemeinden habe man auch Goldach, Widnau, Vilters-Wangs, Rapperswil-Jona und Kirchberg in die Vorbereitungen mit einbezogen, heisst es dort weiter. Noch in diesem Herbst soll der Produktentscheid gefällt werden.
Im 'St. Galler Tagblatt, an dem auch die Schweizerische Post beteiligt ist.
Die Chance, Anbieter aus der Region zu finden, ist laut Braun eher gering. Laut dem Bericht hat Abacus-CEO Claudio Hintermann bereits abgewunken. Während man beim Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen (VRSG) erst einmal den detaillierten Aufgabenbeschrieb prüfen will. (vri)

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