St.Gallen hat digitale Modellschulen ausgewählt

12. Juli 2021, 14:35
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Im Rahmen der IT-Bildungsoffensive sollen in 9 Schulen des Kantons Potenziale der Digitalisierung für das Lehren und Lernen erschlossen werden.

Das von der Pädagogischen Hochschule St.Gallen verantwortete Projekt "Kompetenzzentrum Digitalisierung & Bildung" geht nach den Sommerferien mit den ersten 3 Schulen aus dem Kanton an den Start. Das Projekt ist Teil von St.Gallens millionen­schwerer IT-Bildungs­offensive, für dessen Finanzierung sich Anfang 2019 alle 77 Gemeinden des Kantons ausgesprochen hatten.
In den jetzt ausgewählten Modellschulen werden Szenarien entwickelt und erprobt, um Potenziale der Digitalisierung für das Lehren und Lernen zu erschliessen und auszuschöpfen, schreibt der Kanton.
Die ersten 3 Modellschulen werden nach den Sommerferien mit dem Schwerpunkt "Blended Learning" an den Start gehen. Weitere Szenarien betreffen "One-to-One-Computing", "Adaptives Lernen" und "Makerorientiertes Lernen".
Laut dem Kanton beschreiben diese 4 Szenarien "mediendidaktische Entwicklungsschwerpunkte für den Unterricht und ermöglichen den Modellschulen, sich in einem spezifischen Bereich der digitalen Transformation zu vertiefen und zukunftsgerichtete Entwicklungen anzustossen". Der Fokus liege auf der Unterrichtsentwicklung, ein Augenmerk wird aber auch auf die Personal- und Organisationsentwicklung gelegt, heisst es weiter.
Zwar erstreckt sich der Entwicklungsprozess an den Modellschulen über 3 Jahre. Doch schon ab nächstem Jahr soll die Erkenntnisse an den Modellschulen an alle weiteren Schulen vermittelt werden, schreibt der Kanton. Das werde "über eine digitale Plattform, durch Vernetzungsveranstaltungen und im direkten Kontakt mit den Modellschulen" geschehen.

Digitale Transformation vorantreiben

Laut dem Kanton haben sich für das Projekt 26 Volksschulen beworben. 9 von ihnen seien in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt worden, die in 3 Dreiergruppen in den nächsten 3 Schuljahren starten sollen. Im August 2021 nehmen die Schule Eschenbach, die Oberstufe Sonnenhof Wil und die Primarschule Eggersriet-Grub die Entwicklungsarbeit im Bereich "Blended Learning" auf.
Im August 2022 sollen mit dem Szenario "Adaptives Lernen" die Sonderschule HPS Flawil, die Primarschule Wittenbach und die Schule Uznach hinzukommen.
Und im Sommer 2023 sollen dann die Schule Vilters-Wangs, die Primarschule Niederhelfenschwil-Lenggenwil-Zuchenriet und die Oberstufe Walenstadt mit dem Entwicklungsschwerpunkt "Makerorientiertes Lernen" folgen.
Laut dem Kanton ist das Szenario "One-to-One-Computing" ein Querschnittsthema, dass in allen Szenarien und Modellschulen verfolgt werde.

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