St. Galler Kantonsrat will IT-Offensive vorantreiben

20. September 2016, 15:22
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__Eine bürgerliche Motion wird angenommen, doch die Finanzierung ist noch unklar.

Eine bürgerliche Motion wird angenommen, doch die Finanzierung ist noch unklar.
Drei bürgerliche Fraktionen haben in einer Motion gesetzliche Grundlagen für die geplante IT-Bildungsoffensive im Kanton St. Gallen verlangt. Der Vorstoss von CVP-EVP, FDP und SVP wurde vom Kantonsrat ohne Gegenstimme gutgeheissen.
Die IT-Bildungsoffensive beinhaltet unter anderem die Einführung eines eigenständigen Bachelor-Studienganges "Wirtschaftsinformatik" an der FHS St. Gallen. Weiter will man Informatikmittelschulen in Rapperswil, St. Gallen und Sargans begründen.
Um dies zu verwirklichen, müssten Mittel der Wirtschaft und des Staats bereitgestellt werden, heisst es in der Motion. Das kantonale Budget sei aktuell für einen grösseren Beitrag zu stark angespannt. Aus diesem Grund müssten Alternativen gesucht werden, argumentieren die Bürgerlichen.
Anschubfinanzierung benötigt
Eine mögliche Alternative wäre eine Anschubfinanzierung über das besondere Eigenkapital. Diese Mittel wurden 2006 durch den Verkauf des Nationalbank-Goldes angehäuft und sind seither für den Ausgleich der laufenden Rechnung und für Gemeindefusions-Projekte eingesetzt worden.
Weitere Varianten wären die Finanzierung über einen Sonderkredit
mit spezieller Abschreibungsdauer oder über den ordentlichen
Staatshaushalt. Es sollen zudem Möglichkeiten geprüft werden, wie
die Wirtschaft bei dieser Bildungsoffensive eingebunden werden
kann.
Die St. Galler Regierung unterstützte den Vorstoss mit geändertem Wortlaut: Es solle eine Vorlage für eine befristete, gesonderte Finanzierung einer kantonalen IT-Bildungsoffensive ausgearbeitet werden, schlug sie vor. Im Vordergrund stünden Massnahmen im Zuständigkeitsbereich des Kantons. (sda/mag)

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