St. Galler Labor für das "Internet der Dinge"

19. März 2012, 16:06
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Die Universität St.

Die Universität St. Gallen (HSG) hat zusammen mit Bosch ein Labor eröffnet, in dem grundlegende Entwicklungsarbeit im Bereich "Internet der Dinge", beziehungsweise "Internet of things" (IoTs) geleistet werden soll. Die ersten Forschungsschwerpunkte sind die Vernetzung von Fahrzeugen und Gebäuden. Weitere Themen sollen beispielsweise "intelligente" Netzwerke für die Energieversorgung, vernetzte Städte und überhaupt das "vernetzte Leben" sein.
Gegenwärtig arbeiten drei Leute im Labor, das fünf weitere Doktorandenstellen anbietet. Eine der ersten Mitarbeitenden ist beispielsweise die Doktorandin Kristina Flüchter. Sie entwickelt ein Geschäftsmodell für einen Service, der Nutzern eines internetfähigen Elektrofahrzeuges Informationen über touristische Ziele, Freizeitangebote, Ladestationen und ähnliches liefern soll. Bosch kann dabei Know-how zur Verfügung stellen - und ist selbst an einem solchen Service interessiert - da der Konzernbereich "Software Innovations" gegenwärtig in Singapur eine Software-Plattform als Infrastruktur für Elektrofahrzeuge aufbaut.
Das "Bosch IoTS Lab" trägt nicht nur den Namen des deutschen Technologiekonzerns, in der Einrichtung sollen auch Mitarbeitende der HSG zusammen mit Leuten von Bosch arbeiten. Trotzdem werde die Unabhängigkeit der Forschungsarbeit sichergestellt sein, erklärt Prof. Dr. Elgar Fleisch, Direktor des Instituts für Technologiemanagement der HSG und wissenschaftlicher Leiter des neuen Labors: "Weil wir mit vielen Unternehmen zusammenarbeiten und die grossen Fragen nicht unternehmensspezifisch sind, ist die Freiheit der Wissenschaft dabei hundertprozentig gewährleistet." Laut HSG kooperiert der Bereich Technologiemanagement auf dem Gebiet "Internet der Dinge" mit rund 50 verschiedenen Unternehmen. (hjm)

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