St. Galler Spitalverbunde schaffen E-Health-Hürde

30. Juni 2009, 12:56
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"Master Patient Index" in Betrieb genommen. Abraxas hofft auf weitere Interessenten.

"Master Patient Index" in Betrieb genommen. Abraxas hofft auf weitere Interessenten.
Vor wenigen Wochen haben die Spitalverbunde des Kantons St. Gallen einen sogenannten "Master Patient Index" (MPI) in Betrieb genommen. Der MPI wurde am Kantonsspital St. Gallen, in der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, am Spital Linth, in der Spitalregion Fürstenland Toggenburg sowie in der Geriatrischen Klinik (Bürgerspital) eingeführt.
Ein MPI dient der eindeutigen Identifikation von Patienten und ist Grundlage für den sicheren elektronischen Datenaustausch zwischen Einrichtungen der Gesundheitsbranche. Gemäss kantonalen und nationalen E-Health-Strategien muss bis 2010 der strukturierte Austausch medizinischer Daten möglich sein, damit die Versichertenkarte eingeführt werden kann. 2015 soll das umstrittene elektronische Patientendossier Realität sein.
Weitere Interessenten
Der IT-Dienstleister Abraxas hatte im vergangenen Jahr zusammen mit dem Softwarehersteller InterComponentWare (ICW) und der auf Business-Integration spezialisierten BINT GmbH die) in Einklang zu bringen. Diese Projekte erfordern den systemübergreifenden Datenaustausch und deshalb eine Lösung für die Patientenidentifikation.
Momentan sind viele Schweizer Spitäler und Spitalverbunde dabei, einen MPI einzuführen beziehungsweise die Voraussetzung für die Versichertenkarte zu schaffen. Die Lösung von Abraxas und ICW soll jedenfalls nicht auf den Kanton St. Gallen beschränkt bleiben – gemäss Abraxas gibt es bereits Interessenten aus anderen Kantonen. (Maurizio Minetti)

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