Stadt Affoltern a. A. ersetzt Abraxas durch Dialog

27. September 2019, 11:04
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Die Stadt Affoltern am Albis beschafft neue Haupt-Applikationen inklusive der Systemerneuerung für ihre Verwaltung.

Die Stadt Affoltern am Albis beschafft neue Haupt-Applikationen inklusive der Systemerneuerung für ihre Verwaltung. Der Zuschlag über 4,7 Millionen Franken ging an die Firma Dialog Verwaltungs Data aus dem Luzernischen Baldegg. Diese konnte sich gegen zwei konkurrierende Angebote durchsetzen.
Dialog wird ab Anfang 2020 drei Jahre für Lizenzen, Wartung und Betrieb der Hauptapplikationen unter anderem für Verwaltung und Einwohnerkontrolle (EWK), Finanzen, Lohn, Steuern, Objektwesen und Gebühren zuständig sein. Zudem übernimmt das Unternehmen den Ersatz der notwendigen Server sowie die Migration und die Datenübernahme. Auch die Clients werden im Rahmen des Auftrags ersetzt. Für das gesamte System soll Dialog schliesslich den 1st-Level-Support sicherstellen.
Bislang hatte Affoltern am Albis auf Abraxas gesetzt. In einer Mitteilung vom Februar begründete die Stadt die Neu-Ausschreibung: "Die angebotenen Produkte werden zunehmend bei Drittanbietern eingekauft, was zu einer ungewünschten Abhängigkeit und zum Wechsel der Softwareprodukte führen kann. Zudem entsprechen die angebotenen Produkte nicht mehr in allen Teilen dem aktuellen Stand der Informationstechnologie. Der Stadtrat hat deshalb entschieden, eine Submission für die Verwaltungssoftware durchzuführen."
Mit welchen Produkten die Stadt nicht zufrieden ist und welche Abhängigkeiten bestehen, konnte man Seitens der Verwaltung auf Nachfrage nicht mitteilen, da die Zuständigen in den Ferien weilen. Bei der Ausschreibung im selektiven Verfahren war Abraxas indes ausgeschlossen.
Man bedaure den Verlust des Kunden, mit dem man die Zusammenarbeit geschätzt habe, erklärte Abraxas-Sprecher Gregor Patorski auf Nachfrage von inside-it.ch. Man sehe dies aber als normalen Prozess, wie er im Markt stattfinde. "Es ist unsere Strategie, dass wir sowohl eigene Software als auch solche von Drittanbietern als Service zur Verfügung stellen und wir fahren damit gut, wie rund 30 Neukunden in den letzten Jahren zeigen", so Patorski weiter. Mit welchen Abhängigkeiten man in Affoltern hadere und mit welchen Produkten man nicht zufrieden sei, entziehe sich seinem Wissen. (ts)

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