Stadt Baden entscheidet sich für NEST

23. November 2012, 08:33
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Die Stadt Baden fährt eine "Best of Breed"-Strategie. NEST für die Kernapplikationen, CMI Axioma für die Geschäftsverwaltung und newsystem public für die Buchhaltung.

Die Stadt Baden fährt eine "Best of Breed"-Strategie. NEST für die Kernapplikationen, CMI Axioma für die Geschäftsverwaltung und newsystem public für die Buchhaltung.
Die Stadt Baden hat einen bemerkenswerten Software-Entscheid gefällt. Baden führt als "Kernapplikation" (Adress- und Objektwesen, Einwohnerkontrolle und CRM) NEST ein und löst damit die bisherige Lösung von IT&T auf Basis von Microsoft NAV ab. NEST biete die durchgängig beste Abdeckung der gestellten Anforderungen und habe zeitgemässe, gute integrierbare Technologie, Architektur und Schnittstellenkonzepte, begründet der Badener Informatik-Leiter Daniel Stoeri den Entscheid. NEST ist eine Gemeindelösung, welche eine Online-Integration zu verschiedenen ERP-Systemen realisiert hat (nämlich zu Abacus, ProConcept, SAP und Navision).
Warum aber hat sich die Stadt Baden entschieden, die Software von IT&T abzulösen, obwohl diese unterdessen neu entwickelt worden ist und als "newsystem public" in verschiedenen Gemeinden eingeführt wurde und wird? "Das Produkt war 2011 noch in Entwicklung und stand noch nicht im produktiven Einsatz," schreibt Stoeri in einem E-Mail an inside-it.ch. Verschiedene Vorabklärungen hätten gezeigt, dass die vom SSGI (Schweizerischen Städte- und Gemeindeinformatik) definierten Anforderungen sich nicht vollumfänglich mit den Bedürfnissen der Stadt Baden deckten, so Stoeri. Die Stadt hat sich deshalb für eine Neuausschreibung entschieden, "um unsere Anforderungen und deren Priorisierung von Grund auf adäquat definieren zu können," so der Badener "CIO".
newsystem public für ERP
Doch Baden wird auch weiterhin auf Microsoft Dynamics NAV basierenden Systeme von IT&T betreiben. Denn die Aargauer Stadt wird "newsystem public" als ERP (Finanz- und Rechnungswesen, Kosten- und Leistungsrechnung) einführen.
Insgesamt hat die Stadt Baden für die Modernisierung seiner Software-Landschaft 859'400 Franken budgetiert. Baden setzt weitere Lösungen wie Abacus für den Lohn und CMI Axioma für die Geschäftsverwaltung sowie ungefähr 50 weitere Fachapplikationen ein. Stoeri: "Mit dem neuen Gesamtsystem werden wir flexibel auf heutige und neue Bedürfnisse reagieren können." Dazu gehören der Datenaustausch innerhalb der Verwaltung und mit anderen Behörden und die Umsetzung von E-Government-Projekten, so Stoeri. (Christoph Hugenschmidt)
(Foto: Monk.)

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