Stadt Bern braucht neue Computer

14. August 2015, 13:32
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Und bleibt bei Microsoft.

Noch will sich Bern nicht von Microsoft und Windows trennen. OSS berge zu viele Unsicherheiten.
Die Computer der Stadt Bern erreichen 2016/2017 das Ende ihrer vorgesehenen Nutzungsdauer und müssen ersetzt werden. Wie die Stadt mitteilt, hat der Gemeinderat beim Stadtrat daher den notwendigen Kredit im Umfang von knapp 6,4 Millionen Franken beantragt. Davon dienen 6,1 Millionen Franken als Investitionskredit für die Beschaffung und die Inbetriebnahme der Geräte und weitere rund 280'000 Franken als Verpflichtungskredit für den Betrieb. Gegenüber dem letzten Erneuerungsprojekt sinken die einmaligen Kosten um rund 2,8 Millionen Franken. Damals betrugen die Gesamtkosten , inklusive Software und Dienstleistungen, 9,8 Millionen Franken.
Gemäss der Medienmitteilung der Stadt liess die städtische Informatik eine externe Technologiestudie erarbeiten. Basierend auf dieser werden auch bei der nächsten Generation der Arbeitsplätze Microsoft Windows und Office zum Einsatz kommen.
"Mutloser Entscheid"
Ein Entscheid der gemäss der 'Berner Zeitung' kritisiert wird. EVP-Stadtrat Matthias Stürmer fordert demnach seit Jahren den Einsatz von Open-Source-Software für die Stadt Bern. Nur so könne man sich aus dem Vendor-Lock-in befreien und Kosten sparen. Die geplante Anschaffung bezeichnet er gegenüber der Zeitung als "mutlose Beibehaltung des Status quo".
Die Stadt schreibt weiter, dass der Anteil quelloffener Produkte schrittweise erhöht werde. Eine komplette Umstellung der städtischen Informatik auf OSS berge aber derzeit ein zu grosses betriebliches und finanzielles Risiko. Aufgrund der Verfügbarkeit, Stabilität und Bedürfnisse halte der Gemeinderat an den bisher eingesetzten proprietären Produkten fest. Stürmer werde die Ausschreibung für die kommende Beschaffung genau beobachten. Er erwarte, dass sie keine Produktenamen enthält, so die Zeitung weiter. (kjo)
Bild Startseite: Public Domain

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