Stadt Luzern will IT in Primarschulen aufrüsten

11. November 2019, 13:22
  • politik & wirtschaft
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Wie viele Geräte den Schülern zur Verfügung stehen sollen, ist laut Stadt weder pädagogisch noch didaktisch eindeutig geklärt

Wie viele Geräte den Schülern zur Verfügung stehen sollen, ist laut Stadt weder pädagogisch noch didaktisch eindeutig geklärt.
Der Stadtrat will die Primarschulen der Stadt Luzern auf das Schuljahr 2021/2022 stufenweise mit einer neuen Informatik-Infrastruktur ausrüsten. Für die Anschaffung der Geräte und deren Betrieb und Unterhalt für die nächsten zehn Jahre beantragt er beim Parlament einen Kredit von 10,5 Millionen Franken.
Mit der Anschaffung von Tablets und Notebooks und deren Einsatz im Unterricht setze die Stadt Luzern den Lehrplan 21 um. Nachdem auf dieses Schuljahr hin die Sekundarschulen mit neuen Geräten ausgestattet worden seien, seien nun die Primarschulklassen an der Reihe, teilt die Stadt Luzern mit.
Auch die Mitarbeiter der Volksschule erhalten mobile Geräte, diese lösen die fixen Arbeitsplätze mit Desktop-Computern ab. Die Lehrerschaft werde zudem weitergebildet. Die Kosten dafür gehen zu Lasten des Kantons.
Im Kredit über 10,5 Millionen Franken enthalten seien die Gesamtkosten für die ICT-Infrastruktur in der Primarschule über die nächsten zehn Jahre. Dazu gehörten neben der Anschaffung der Geräte etwa die Umrüstung von VGA auf HDMI, die Neuinstallation von Multimedia-Arbeitsplätzen sowie zusätzliche personelle Ressourcen. Diese seien für den technischen und pädagogischen Support sowie die Unterstützung der Lehrpersonen und Schulleitungen bei Projekten. Der grosse Rat wird voraussichtlich am 19. Dezember über den Kredit entscheiden.
Zum Einsatz von Tablets und Notebooks in der Primarschule gebe es noch offene Fragen, schreibt die Stadt weiter. Wie viele Geräte den Kindern zur Verfügung stehen sollten, sei weder pädagogisch noch didaktisch eindeutig geklärt. Man orientiere sich an den Erfahrungen aus einem Pilotprojekt sowie an einer Empfehlung der kantonalen Dienststelle Volksschule: In der ersten und zweiten Klasse teilen sich jeweils vier Kinder ein Gerät. In der dritten und vierten Klasse gibt es ein Gerät für jeweils zwei Kinder. Die Fünft- und Sechstklässler sollen alle über ein je eigenes Gerät verfügen. Im Kindergarten ist noch kein Einsatz von Tablets und Notebooks vorgesehen. (kjo/Keystone-sda)

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