Stadt Luzern will wegweisende Smart City werden

16. Oktober 2018, 14:01
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Die Regierung will Luzern weiter digitalisieren: grosse Ziele, vage Pläne.

Die Regierung will Luzern weiter digitalisieren: grosse Ziele, vage Pläne.
Acht Entwicklungsschwerpunkte hat die Luzerner Stadtregierung für die nächsten zehn Jahr definiert und darauf basierend das Legislatur-Programm bis 2021 formuliert. Die Themen reichen von stärkeren Quartieren über einen sorgsamen Umgang mit Lebensgrundlagen bis hin zur digitalen Transformation.
Ein vager Plan für die Digitalisierung
"Die angestrebte digitale Transformation eröffnet Chancen und Risiken für verschiedene Zielbereiche der nachhaltigen Entwicklung", ist im Bericht sehr allgemein zu lesen. Pilotprojekte und Tests sollen helfen, die Transformation schnell umzusetzen, dabei sollen auch kulturelle und organisatorische Aspekte berücksichtigt werden.
Man habe den ambitionierten Leitsatz formuliert, wonach die Stadt Luzern in der Schweiz im Bereich der digitalen Transformation wegweisend sei, sagte Stadtpräsident Beat Züsli vor den Medien.
Was heisst das genau? Die Dienstleistungen der Stadt sollen digital und personalisiert auf einem Portal angeboten werden. Auch als "Smart City" sei Luzern heute schon positioniert. Als Beispiel nannte Züsli die digitale Abwicklung der Car-Parkierung in der Stadt. Man wolle sich aber weiterentwickeln: Deshalb ist ein umfangreiches Netzwerk zur Digitalisierung als Legislaturziel festgelegt. Schliesslich sehe er auch im Bereich "Open Government Data" Möglichkeiten, Daten für Dritte zugänglich zu machen, so der Stadtpräsident weiter.
Konkreteres zu den nächsten Schritten oder der Strategie für die Digitalisierung der Stadt sucht man im Bericht vergeblich. Der Begriff "Smart City" taucht auf den 46 Seiten genau ein Mal auf. Als Vergleich: Der Begriff Tourismus wird im Bericht 14 Mal genannt.
Acht Schwerpunkt mit unterschiedlichem Gewicht
Man habe sich die Frage gestellt, welches die wichtigen Themen für die Stadt in den nächsten zehn Jahren seien, sagte Stadträtin Manuela Jost in Hinblick auf die Entwicklungsschwerpunkte.
Dies sind: Das Miteinander von Stadt, Agglomeration und ländlichem Raum pflegen, die Quartiere stärken, eine beliebte Tourismusdestination bleiben, den Kulturstandort weiterentwickeln, sorgsam mit Lebensgrundlagen umgehen, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum steigern, eine solidarische Stadt für alle Generationen sein… und eben: die digitale Transformation vorantreiben. Ob die vage Absichtserklärung auch ausreicht um "wegweisend" zu werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen müssen.
Der Bericht kommt am 29. November in den grossen Stadtrat, das städtische Parlament. Dieser muss sowohl den Schwerpunkten als auch dem Legislaturprogramm seinen Segen erteilen. (ts/sda)
(Bild Startseite: chensiyuan unter Creative Commons Lizenz.)

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