Stadtverwaltung Paris tendiert Richtung Linux

15. Oktober 2004, 15:44
  • e-government
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In Frankreich gewinnt Linux im öffentlichen Bereich an Boden.

Sämtliche 17'000 PC-Arbeitsplätze der Stadtverwaltung von Paris auf einen Schlag auf Linux und Open Source-Applikationen umzurüsten, käme zu teuer. Doch die Stadt will "eine immer grössere Unabhängigkeit gegenüber Lieferanten mit einem de fakto Monopol anstreben", wie es - französisch-bürokratisch verklausuliert in einer städtischen Mitteilung von gestern heisst. Man habe die ökonomische Pflicht, durch Diversifizierung der Lieferanten den besten Service zum besten Preis zu erreichen.
Paris hatte eine Kosten/Nutzen-Analyse einer allfälligen Migration auf Linux & Co. durch den Consultant Unilog durchführen lassen. Eine sofortige und totale Migration der Windows-Umgebungen, brächte "beträchtliche Mehrkosten ohne den Service zu verbessern", so das Resultat der Unilog-Studie. Allerdings - siehe oben - will die Pariser Stadtverwaltung in Zukunft vermehrt Alternativen zu Microsoft berücksichtigen.
Dies ist in Frankreich ein Trend. So hat sich das französische Transport-Ministerium für den Ersatz von 2000 NT-Servern durch 1'500 Linux-Server entschieden. Zum Zuge kam der in Frankreich populäre Linux-Spezialist MandrakeSoft.
Die Stadtverwaltung von Paris hat ein Budget von 160 Millionen Euro für die Modernisierung der IT-Infrastruktur zwischen 2004 und 2007 gesprochen. (Christoph Hugenschmidt)

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