Stadtzürcher Glasfasernetz kostet eine halbe Milliarde

28. Januar 2010, 09:44
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Swisscom und EWZ bauen für 430 Millionen Franken ein flächendeckendes Netz in der Limmatstadt.

Swisscom und EWZ bauen für 430 Millionen Franken ein flächendeckendes Netz in der Limmatstadt.
Seit Mai 2009 ist bekannt, dass das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) und Swisscom in Sachen Glasfasernetz kooperieren wollen. In den vergangenen Monaten ging es darum, die Details festzulegen. Nun wurden die "Eckpfeiler für ein gemeinsames Glasfasernetz eingeschlagen", wie es in einer Mitteilung heisst. Die Verhandlungen sind offiziell erfolgreich abgeschlossen worden.
EWZ und Swisscom haben vereinbart, den Ausbau bis in die Haushalte und Unternehmen gemeinsam voranzutreiben. Sie investieren zusammen 430 Millionen Franken. Dank der Kooperation sollen in der Stadt Zürich keine parallelen Netze entstehen. In den kommenden Jahren sollen über 200'000 Haushalte und Unternehmen mit Glasfasern erschlossen werden. Bis 2017 soll das Netz flächendeckend sein. Während sich Swisscom auf Albisrieden, Enge, Hirslanden und Limmat konzentriert, wird das EWZ in den übrigen Gebieten bauen.
Die Unternehmen gewähren sich gemäss Mitteilung gegenseitig ein langjähriges "unentziehbares Nutzungsrecht" auf eine Glasfaser pro Anschluss. Dafür bezahlen sie dem Partner eine einmalige Entschädigung und beteiligen sich an den Betriebs- und Unterhaltskosten. Service-Provider sollen diskriminierungsfreien Zugang zum Netz haben.
Ob der EWZ-Swisscom-Plan tatsächlich so umgesetzt wird, ist derzeit aber noch nicht sicher. Noch muss der Zürcher Gemeinderat den Leistungsauftrag für das EWZ-Geschäftsfeld Telekom anpassen und einen neuen Rahmenkredit bewilligen. Das letzte Wort dazu werden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben. Bereits im Frühjahr 2007 hatten die Stadtzürcher Stimmbürger einem Kredit von 200 Millionen Franken für den Bau und Betrieb eines Glasfasernetzes zugestimmt. (mim)

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