Städteverband nimmt Swisscom in die Pflicht

8. Dezember 2009, 16:59
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Auch der Schweizerische Städteverband (SSV) ortet beim Bau von Glasfasernetzen in der Schweiz einen Mangel an Koordination.

Auch der Schweizerische Städteverband (SSV) ortet beim Bau von Glasfasernetzen in der Schweiz einen Mangel an Koordination. Dass die verschiedenen Akteure (Stadtwerke, Swisscom etc.) nicht immer am gleichen Strick ziehen, dürfte mittlerweile allen Beobachtern aufgefallen sein.
Obwohl sich die Branche Anfang Oktober auf einen koordinierten Netzbau verständigte, gleiche der Bau von Glasfasernetzen in manchen Schweizer Städten einem Wettlauf zwischen dem jeweiligen Stadtwerk und Swisscom, schreibt der SSV in einer Mitteilung.
In einem Gespräch mit Swisscom-CEO Carsten Schloter legte eine Delegation des SSV die Anliegen der Städte gegenüber der Swisscom im Glasfaser-Netzbau dar. Um Parallelinfrastrukturen zu vermeiden, schlagen die Städte ein freiwilliges Baumoratorium vor, zu dem sich Stadtwerk und Swisscom während den Verhandlungen bis zum Abschluss einer Vereinbarung über den koordinierten Bau verpflichten sollen.
Die Städte bekennen sich darüber hinaus zum Mehrfasermodell. Sie verlangen dabei im Interesse einer ausgewogenen Risikoteilung, dass Netznutzungs- und Unterhaltsgebühren anhand des Marktanteils der jeweiligen Netzbenutzer festgelegt werden.
Schliesslich fordert der Städteverband einen diskriminierungsfreien und einfachen Netzzugang und mehr Transparenz in den laufenden Verhandlungen. Der SSV äussert "grosse Vorbehalte" gegenüber Vertraulichkeitsklauseln, wie sie bisher bei manchen Verträgen und Absichtserklärungen rund um den Bau von Glasfasernetzen zur Anwendung gekommen seien. (mim)

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