Ständerat will Ärzte und Spitäler zu E-Health verpflichten

12. Dezember 2019, 15:12
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Der Ständerat hat eine Motion angenommen mit dem Ziel, Medikationsfehler in der Kindermedizin zu vermeiden.

Der Ständerat hat eine Motion angenommen mit dem Ziel, Medikationsfehler in der Kindermedizin zu vermeiden. Ärzte und Spitäler sollen als Lösung E-Health einsetzen müssen.
Medikationsfehler träten in der Kindermedizin zehnmal häufiger auf als bei den Erwachsenen, begründete Damian Müller (FDP/LU) den Handlungsbedarf. Das könne für Kinder tödlich enden. Die Häufigkeit von Erkrankungen und die Todesfälle könnten mit E-Health gesenkt werden. Solche Tools könnten bei der Berechnung der Dosierung und bei der Beurteilung von Kombinationen helfen.
In Spitälern, Apotheken und Arztpraxen würden E-Health-Tools jedoch nur schleppend eingeführt, sagte Müller. Darum brauche es staatlichen Druck. Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen habe die Freiwilligkeit Grenzen.
Gesundheitsminister Alain Berset erinnerte daran, dass das Parlament bereits eine Motion mit dieser Stossrichtung angenommen habe. Diese werde derzeit umgesetzt. Klar ablehnend äusserte sich Berset aber zu jenem Teil der Motion, der die Berücksichtigung der Zusatzkosten in den Tarifen vorschreibt. Es handle sich um einen Eingriff in die Tarifautonomie, sagte er.
Der Ständerat nahm die Motion trotzdem mit 26 zu 13 Stimmen an. Sie geht nun an den Nationalrat. (Keystone-sda/ts)

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