Stagnierender Umsatz für Sunrise

1. November 2004, 11:32
  • telco
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Dank gesunkener Betriebskosten kann der zweitgrösste Schweizer Telco seinen Gewinn trotzdem erhöhen.

Sunrise konnte im dritten Quartal 2004 mit 57 Millionen Franken 16% mehr Reingewinn einstreichen, als im gleichen Quartal ein Jahr zuvor, obwohl der Umsatz von 505 auf 503 Millionen Franken gesunken ist.
Für diese Gewinnsteigerung sind vor allem gesunkene Übertragungskosten sowie geringere Aufwendungen für "Rohmaterialien, Hilfs- und Betriebsstoffe" verantwortlich: Sunrise musste dafür 16 Millionen Franken weniger aufwerfen als vor einem Jahr. Die Aufwendungen für das Personal stiegen demgegenüber sogar leicht (+ 3 Millionen Franken).
Zwischen den Geschäftsbereichen ergab sich eine Verschiebung zugunsten von Mobiltelefonie und Internet. Im Bereich Mobiltelefonie stieg der Umsatz um 3,2% auf 305 Millionen Franken. Die Margen beim Verkauf von Handys, berichtet Sunrise, sind allerdings gesunken. Im Bereich Internet, vor allem aufgrund der höheren ADSL-Umsätze, stieg der Umsatz um 10,2% auf 38 Millionen Franken.
Der Bereich Festnetz machte dafür mit 160 Millionen Franken 8,3% weniger Umsatz als vor einem Jahr. Einerseits, so Sunrise, sei der Kundenstamm um 4% geschrumpft, andererseits seien die Margen im Transit-Datenverkehr (Durchleitung des Traffics anderer ISPs über das Sunrise-Netz) gesunken.
Dass Sunrise noch vorrechnet, dass der Gesamtumsatz um die gesunkenen Handy- und Datentransitmargen "bereinigt" um 4% gestiegen wäre, kann man getrost unter das Motto "wenn das Wörtchen wenn nicht wäre" stellen. (Hans Jörg Maron)

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