Stagnierender Umsatz, weniger Gewinn bei Swisscom

4. Februar 2016, 09:01
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Eine Busse von 186 Millionen Franken drückte den Swisscom-Gewinn nach unten. Der Umsatz stagnierte.

Eine Busse von 186 Millionen Franken drückte den Swisscom-Gewinn nach unten. Der Umsatz stagnierte.
Eine Busse der Wettbewerbskommission drückte den Swisscom-Gewinn letztes Jahr nach unten. 2015 verdiente der Telco 1,362 Milliarden Franken, das ist ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stagnierte zwar bei 11,678 Milliarden Franken (-0,2 Prozent). Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank aber um 7,1 Prozent auf 4,098 Milliarden Franken.
Damit hat der "blaue Riese" die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz zwar erfüllt, beim Gewinn aber etwas verfehlt. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 11,647 Milliarden Franken, einem EBITDA von 4,156 Milliarden Franken und einem Reingewinn von 1,469 Milliarden Franken gerechnet. Die eigenen Erwartungen hat Swisscom dagegen erfüllt. Der Konzern hatte einen Umsatz von über 11,5 Milliarden Franken und einen EBITDA von über vier Milliarden Franken als Ziel fürs Gesamtjahr angepeilt.
Weko-Busse
Swisscom soll bis im Jahre 2007 ihre ADSL-Leitungen zu teuer an die Konkurrenz vermietet haben. Dadurch hätten die Konkurrenten Sunrise, Green oder VTX zu wenig Gewinn machen können. Die Weko befand, dass Swisscom die marktbeherrschende Position missbraucht habe und verdonnerte den Konzern zu einer happigen Busse. Das Bundesverwaltungsgericht hatte diesen Befund im Oktober grundsätzlich gestützt.
Swisscom hält die Sanktion für nicht gerechtfertigt und will das Urteil vor Bundesgericht anfechten, hat aber dennoch eine Rückstellung für die Busse von 186 Millionen Franken gebildet. Diese schlug auf das Resultat. Zudem hätten Preissenkungen für die Roamingtarife und Währungseinflüsse das Ergebnis nach unten gezogen, so ein Communiqué. Bis 2020 will das Unternehmen die Kosten um 300 Millionen Franken gegenüber 2015 senken. Dies geht auch mit einem Stellenabbau einher. (sda/kjo)

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