Starker Franken: Huber+Suhner erwartet "sehr negative Auswirkungen"

27. Januar 2015, 08:08
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Zufrieden mit dem vergangenen Jahr.

Zufrieden mit dem vergangenen Jahr.
Der Kabelhersteller Huber+Suhner ist im Geschäftsjahr 2014 solide gewachsen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wuchs der Umsatz um 4 Prozent auf 749 Mio. Franken. Der Auftragseingang legte sogar um 12 Prozent auf 768 Mio. Fr. zu.
Wachstumsmotor war der Kommunikationsmarkt mit seinen deutlichen Steigerungen. Das Mobilfunkgeschäft in verschiedenen neuen Ländern wurde zunehmend breiter abgestützt. In den Büchern von Huber+Suhner zeigte sich das in den gestiegenen Absätzen in Asien.
Im Transportmarkt konnte Huber+Suhner ebenfalls mehr Kabel absetzen. Hier kamen die positiven Impulse aus China und Südamerika, Europa konnte sich halten. Bei den Kabeln für die Industrie gab es hingegen einen Rückgang, weil die Solar- und die Rüstungsindustrie weiterhin hinkten. Über alles gesehen hätte das Wachstum in Lokalwährungen, um Zukäufe bereinigt und ohne den Kupferpreiseinfluss 4,9 Prozent betragen.
In der Fiberoptik-Technologie sieht Huber+Suhner dank der Ende Oktober zugekauften deutschen Firma Cube Optics neue Chancen in dem innovativen Geschäftsfeld. Die Deutschen hätten von Beginn weg einen positiven Beitrag zum Ergebnis beigesteuert und ihre Integration verlaufe planmässig, teilte Huber+Suhner mit.
Die Aufwertung des Frankens nach der Aufgabe der Kursuntergrenze durch die Schweizerische Nationalbank Mitte Januar stellt Huber+Suhner vor grosse Herausforderungen. Nach Unternehmensangaben wird das "sehr negative Auswirkungen" auf die Perspektiven im laufenden Geschäftsjahr haben.
Auf dieses Thema ausführlicher eingehen und detaillierte Geschäftszahlen liefern wird das Unternehmen an der Bilanzmedienkonferenz am 10. März. (sda/mim)

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