Startet ein neuer IT-Studiengang an der HSG bereits 2019?

7. April 2017, 14:59
  • politik & wirtschaft
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Die Ausbildung soll Wirtschaft und Informatik kombinieren und benötigt Investitionen von 30 Millionen Franken.

Die neue Ausbildung soll Wirtschaft und Informatik kombinieren und benötigt Investitionen von 30 Millionen Franken.
Im November 2015 hatte die Industrie- und Handelskammer St. Gallen-Appenzell (IHK) die Universität St. Gallen (HSG) mit der Ausarbeitung einer Konzept- und Machbarkeitsstudie beauftragt.
Darin sollte abgeklärt werden, ob ein neuer Studienschwerpunkt Informatik möglich und sinnvoll sei, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung von Universität und IHK vom Donnerstag. Nun liegt das Ergebnis vor. Vorgeschlagen wird ein Wirtschaftsinformatik-Studiengang, der eher technisch ausgerichtet ist.
Das erste Drittel des Lehrplans soll mit Kernfächern der Informatik belegt werden und etwa Software Engineering, Programmierung sowie Arbeiten mit Datenbanken umfassen. Das zweite Drittel soll schwerpunktmässig Wirtschaftsinformatik abdecken und zum Beispiel Konstruktionslehre und Produktentwicklung zum Inhalt haben. Zudem soll hier ein Augenmerk auf die Digitalisierung gelegt werden. Ergänzt würde der Lehrplan im letzten Drittel mit Inhalten des Wirtschaftsstudiums: Betriebs- und Volkswirtschaft, Mathematik und Recht.
IHK: Politik soll zügig Schritte unternehmen
In der Studie werden drei mögliche Stossrichtungen beschrieben. In der von den Verfassern bevorzugten Variante wird die Einführung sowohl eines Bachelor- als auch eines Master-Programms vorgeschlagen.
Im Vollausbau könnte der Lehrgang rund 100 Studierende auf Bachelor- und rund 50 Studierende auf Master-Stufe umfassen. Möglicher Start des Masterprogramms wäre im Herbst 2019. Kurz darauf soll der erste Bachelorstudiengang beginnen. Die ersten Master-Absolventen kämen dann 2022, jene mit Bachelor-Abschluss 2024 auf den Arbeitsmarkt.
Für den neuen Schwerpunkt müssten rund acht Professuren zur Verfügung stehen. Eine Anschubfinanzierung wäre über einen Zeitraum von acht Jahren notwendig. Dies würde Investitionen von maximal 30 Millionen Franken bedingen. Danach sollte das Angebot unter anderem dank Beiträgen von anderen Kantonen und Studiengebühren weitgehend selbsttragend funktionieren.
Laut Mitteilung begrüsst die IHK das Ergebnis der Studie. Damit könne die Ostschweizer Wirtschaft und ihre Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Die Politik soll nun "zügig die nächsten Schritte unternehmen", wird IHK-Direktor Kurt Weigelt zitiert. (sda/ts)

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