Startschwierigkeiten für "Online-RS"

18. Januar 2021, 14:48
  • schweiz
  • e-government
  • coronavirus
image

Rund 5000 Rekrutinnen und Rekruten, die heute online einrücken sollten, konnten sich nicht einloggen.

Am heutigen 18. Januar beginnt in der Schweiz die erste Rekrutenschule des Jahres 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie soll diese RS aber gestaffelt starten. Rund 60% der 12'000 Rekrutinnen und Rekruten rückte normal ein, die anderen 40% sollen erst am 8. Februar physisch einrücken und bis dahin ein Online-Trainingsprogramm absolvieren.
Allerdings gab es heute ein Startproblem: Die angehenden Wehrleute im Homeoffice konnten sich zunächst nicht in das vorgesehene System einloggen. Grund war ein technisches Problem.
Die Armee arbeitet an einer Lösung und die Situation hat sich verbessert. Heute Nachmittag sind rund 1500 Rekrutinnen und Rekruten online, wie Armeesprecher Stefan Hofer gegenüber inside-it.ch erklärte. Das System laufe nun, sei aber noch nicht so stabil, wie man sich das wünsche. Weshalb sich die Wehrpflichtigen im Homeoffice anfangs nicht ins Lernprogramm einloggen konnten, bleibt noch unklar. Laut Hofer hatte man die verfügbare Bandbreite für das System schon im Vorfeld von 2 auf 10 Gbps erhöht.
Im Homeoffice sollen die Rekrutinnen und Rekruten gewisse theoretische Grundlagen erlernen und ausserdem anhand eines Trainingsprogramms ihre Fitness erhöhen. Wenn sie tatsächlich einrücken, soll getestet werden, wie viel sie gelernt haben. Die Armee geht von einer Lerndauer von täglich sechs Stunden aus.
Mit 60% der erwarteten 12'000 angehenden Soldatinnen und Soldaten ist das Gros aber bereits physisch in die Kasernen eingerückt. Ausgebildet werden sie von rund 2800 Kadern. Sie alle würden als Teil der sanitarischen Eintrittsmusterung auf das Coronavirus getestet, sagte Hofer gegenüber 'Keystone-sda'. Die Armee sieht vor, dass sich alle ihre Angehörigen einem Test unterziehen, wenn sie mehr als fünf Tage Dienst leisten.

Loading

Mehr zum Thema

image

Anti-Fake-News-Initiative ist vorerst vom Tisch

Mit einem Vorstoss sollten Betreiber in die Pflicht genommen werden, wenn auf ihren Onlineplattformen Falschinformationen verbreitet wurden. Zunächst sind aber Abklärungen nötig.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Wandel im Beschaffungsrecht

Am 02. Februar 2023 ist das erste Event seiner Art – "E-Government im Fokus" – von inside-it.ch über die Bühne gegangen. Wir haben mit 4 Speakern diskutiert, die das Beschaffungswesen in- und auswendig kennen.

publiziert am 3.2.2023
image

Next Episode: Das neue Simap verzögert sich nochmals

Die Entwickler haben die "Komplexität analysiert" und sind zu einer neuen Schätzung gelangt. Dieses Jahr wird’s nichts mehr mit KISSimap.

publiziert am 3.2.2023
image

Der Kanton Bern präsentiert seine Digitalisierungs-Ideen

Die Berner Regierung hat 36 Schwerpunkte der Digitalisierung vorgestellt. Darunter ein Pioniervorstoss in Sachen E-ID und ein Problemprojekt.

publiziert am 3.2.2023