Steffen Informatik als "Moonshot"-Pionier

24. November 2014, 04:44
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Das erste Projekt eines Partners mit HPs Mikroservern in Europa: Gehostete Desktops für die Schule Bremgarten.

Das erste Projekt eines Partners mit HPs Mikroservern in Europa: Gehostete Desktops für die Schule Bremgarten.
Steffen Informatik hat als nach eigenen Angaben erster HP-Partner in Europa ein Projekt umgesetzt, bei dem Mikroserver der "Moonshot"-Familie eingesetzt werden. Genauer gesagt hat Steffen für die Schule Bremgarten alle Standorte über Glasfaser vernetzt und eine Infrastruktur für gehostete Desktops installiert, die auf HPs "ConvergedSystem 100" basiert. Enduser können über Citrix-Software von Thin-Clients oder Laptops aus auf ihre zentral betriebenen PC-Arbeitsplätze zugreifen.
Durch die Zentralisierung des Desktopbetriebs erhofft sich die Schule unter anderem eine Verringerung des Betriebs- und Wartungsaufwands. Der unmittelbare Anlass der Projekts war allerdings noch gundlegender, wie Schulleiter Guido Wirth erklärt: " Bei unserer bisherigen Rechner-Infrastruktur im Schulbereich handelte es sich primär um PC-basierte, nicht vernetzte Insellösungen. Diese wurden von innovativen und engagierten Lehrpersonen geplant, installiert und betreut. Zwar hat sich dieser Weg in der Vergangenheit gut bewährt, auf der Negativseite aber auch zu einem Wildwuchs an Systemen geführt. Zudem war es nicht möglich, schulzimmer- oder schulhausübergreifend via Netzwerk zu kommunizieren oder einen gesicherten Zugang ins Internet zu garantieren."
Laut Wirth geht es in Bremgarten im Endausbau um rund 370 Arbeitsstationen, die zentral auf den Servern betrieben werden. Bei einer Hosted Desktop Infrastructure (HDI) sind die Arbeitsplätze nicht wie bei einer virtuellen Desktop-Infrastruktur (VDI) voll virtualisiert, sondern laufen immer noch auf eigener, dedizierter Hardware. Diese steht allerdings nicht mehr in Form eines PCs vor Ort beim Endanwender sondern steckt als Modul in einem zentralen Server. So soll Usern jederzeit genügend Performance zur Verfügung stehen, um beispielsweise auch mit Multimedia-Anwendungen arbeiten zu können.
HP hat seine ersten Mikroserver vor rund anderthalb Jahren lanciert. Der Unterschied von Mikroservern zu klassischen Blade-Servern ist, dass die Prozessoren, deren Architektur aus dem Mobilgerätebereich stammt, deutlich weniger Strom verbrauchen. Zudem brauchen die als "System-On-a-Chip" (SoC) konziperten Module, die CPUs, Grafikprozessoren und Speicher integrieren, auch weniger Platz. Beim ConvergedSystem 100 fasst ein Chassis bis zu 45 Server-"Cartridges", die mit je vier SoCs bestückt sind. Somit können auf nur vier Höheneinheiten in einem Rack bis zu 180 PCs gehostet werden. Der Stromverbrauch liegt laut Steffen bis zu 80 Prozent tiefer als bei vergleichbaren Lösungen. ConvergedSystem-100-Cartridges basieren auf SoCs von AMD mit 1,5-GHz-Vier-Kern- CPUs.
Das Deployment der Images auf die Desktops on Chip erfolgt über die Provisioning Services von Citrix XenDesktop. Hypervisor und die SAN-Infrastruktur, wie sie in einer VDI-Infrastruktur benötigt werden, entfallen, was die Implementation und den Unterhalt laut Steffen deutlich vereinfachen. (hjm)

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