Steigende Freelancerlöhne liegen Projekanbietern auf dem Magen

16. April 2007, 14:54
  • politik & wirtschaft
  • freelancer
  • lohn
  • schweiz
image

Die Waage zwischen Angebot und Nachfrage neigt sich weiter zugunsten der selbstständigen Informatiker.

Die Waage zwischen Angebot und Nachfrage neigt sich weiter zugunsten der selbstständigen Informatiker.
Kürzlich haben wir darüber berichtet, dass die von IT-Freelancern geforderten Stundenansätze in den letzten Monaten gemäss der Statistik des deutschen IT-Personalagentur www.gulp.de auch in der Schweiz weiter gestiegen sind.
Dieser Trend, so glaubt gemäss einer aktuellen Umfrage von Gulp eine grosse Mehrheit sowohl der IT-Selbsständigen als auch der Projektanbieter , wird sich auch in näherer Zukunft fortsetzen. Jeweils rund drei Viertel der Befragten erklärten, dass die Stundenansätze weiter steigen werden. Vor einem Jahr waren es erst je die Hälfte.
Bei den Projektanbietern löst diese Entwicklung nicht unbedingt Freude aus. Ein Viertel von ihnen – vor einem Jahr waren es erst ein Fünftel – erklärten, dass Selbstständige im Vergleich zu ihren festangestellten Kollegen und Kolleginnen zu viel verdienen würden. Nur noch 19 Prozent der Projektanbieter glauben dagegen, dass Freelancer im Vergleich eher zu wenig verdienen. Und sogar 42 Prozent der Arbeitgeber, fünf Prozent mehr als vor einem Jahr, erklärten, dass die Stundenlohnforderungen der Freelancer generell eher zu hoch seien.
Gaaaanz anders sieht man dies naturgemäss auf der "Gegenseite", bei den selbstständigen Informatikern selbst. Hier glaubt fast die Hälfte (47 Prozent), dass man im Vergleich zu den Festangestellten zu wenig verdiene und nur vier Prozent, dass man eher zu viel einstecke. Und ein Zeichen für das steigende Selbstvertrauen der Freelancer: Der Anteil derer, die die Stundenlohnforderungen generell für zu hoch halten, ist von 15 auf 12 Prozent gefallen während der Anteil derer, die sie immer noch zu niedrig finden, von 31 auf 34 Prozent gestiegen ist. (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Justitia 4.0: Anwälte können Portokosten sparen

Nächstes Jahr startet die Entwicklung von Justitia 4.0. Im Interview erläutert Gesamtprojektleiter Jacques Bühler, wie er Anwälte überzeugen will, warum die Post auf Millionen verzichten muss und weshalb das Mitmachen der Kantone freiwillig ist.

publiziert am 23.9.2022
image

Wegen Daten-Spionage: Sammelklage gegen Meta

In einer Klageschrift gegen Meta heisst es, Apps von Instagram und Facebook würden Daten mittels eines JavaScript-Code auf Websites einspeisen.

publiziert am 23.9.2022
image

Die Steuerverwaltung zentralisiert ihre Online-Dienste

Alle E-Services der ESTV werden ab November über das ePortal des Finanzdepartements zugänglich. Zudem sollen dort neue Services angeboten werden.

publiziert am 23.9.2022
image

In Glarus wird Pierre Rohr Chef der neu geschaffenen IT-Hauptabteilung

Ab 2023 amtet der bisherige Leiter der kantonalen IT-Dienste auch als Chef der dann integrierten Gemeinde-IT-Firma Glarus hoch3.

publiziert am 23.9.2022