Steigende IT-Kosten nach Einführung neuer Kernbankensoftware

5. Juli 2010, 10:56
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Umfrage bei Schweizer Retail- und Privatbanken.

Umfrage bei Schweizer Retail- und Privatbanken.
Das kleine Zürcher Beratungsunternehmen Itopia hat die jährliche IT-Kostenumfrage bei Schweizer Retail- und Privatbanken veröffentlicht. Dieses Jahr nahmen 31 Institute daran teil; 17 Retailbanken, vier Universalbanken und zehn Privatbanken. Überraschendes Fazit: Nach dem Wechsel des Kernbankensystems sollen die Informatik-Kosten nicht sinken.
Im Gegenteil: Banken, die in den vergangenen Jahren auf ein neues Kernbankensystem migriert haben, kämpfen laut der Umfrage mit steigenden IT-Kosten. Gemäss der Untersuchung sinken die IT-Kosten in der Frühphase einer Migration. Zu begründen ist dies mit Investitionsreduktionen oder gar –stopps im Vorfeld des geplanten Systemwechsels.
Nach dem Going-Live würden die IT-Kosten aber steigen: Die Behebung funktionaler Lücken, Projektabschreibungen, paralleler Betrieb von alten und neuen Systemen und nicht zuletzt die oft in kurzem Rhythmus vorgeschriebenen Release-Upgrades des Kernbankensystems seien eigentliche Kostentreiber, so Itopia. Einsparungen wie beispielsweise vorteilhaft ausgehandelte Verträge mit IT-Outsourcing-Partnern würden durch diese Kostentreiber schnell egalisiert. (mim)

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