Stellenabbau 2013: Swisscom beruhigt

1. November 2012 um 10:28
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400 Jobs weg, aber auch 300 Stellen neu: Unter dem Strich werden nächstes Jahr nur etwa 100 Stellen wegfallen, sagt Swisscom.

400 Jobs weg, aber auch 300 Stellen neu: Unter dem Strich werden nächstes Jahr nur etwa 100 Stellen wegfallen, sagt Swisscom.
Nachdem die 'Handelszeitung' gestern Abend exklusiv über einen "radikalen Umbau" und einen möglicherweise massiven Stellenabbau berichtete, der bis zu 1500 Mitarbeitende treffen könnte, hat Swisscom schnell reagiert. Gegenüber der 'Handelszeitung' bestätigte Swisscom-Sprecher Carsten Roetz zwar, dass "Massnahmen zur Effizienzsteigerung" geplant seien und erklärte, der Verwaltungsrat werde noch "dieses Jahr" darüber entscheiden. Zur Höhe des Stellenabbaus wollte er sich aber nicht äussern.
Nur zwei Stunden nach der Veröffentlichung des Handelzeitungsartikels im Internet hatte Swisscom aber dann doch auf einmal eine Antwort parat und verschickte eine Medienmitteilung. Darin ist von einem deutlich sanfteren "Wandel im Unternehmen" mit "Auswirkungen auf den Personalbestand" die Rede. Wie uns Swisscom-Sprecherin Annina Merk heute dazu erklärte, habe man sich aufgrund der grossen Publizität des Artikels der 'Handelszeitung' dazu entschlossen, "möglichst schnell Transparenz zu schaffen", vor allem auch gegenüber den Mitarbeitenden.
Laut der Swisscom-Mitteilung sollen im kommenden Jahr rund 100 Kaderstellen und 300 dem Gesamtarbeitsvertrag unterstehende Stellen abgebaut werden. Gleichzeitig, so das grösste Schweizer Telekommunikationsunternehmen, werde man aber in Wachstumsbereichen rund 300 neue Stellen schaffen. Für die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden stehe ein ein "gut ausgebauter Sozialplan" bereit. Die Kosten für den Stellenabbau von rund 50 Millionen Franken sollen noch im vierten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.
Swisscom, so begründet der Telco, agiere in einem "dynamischen Markt, der von fundamentalen Umwälzungen geprägt" sei. Die Bedeutung des Telefoniegeschäfts, das noch vor zehn Jahren den Löwenanteil des Konzernumsatzes ausgemacht habe, sei stark gesunken. Swisscom habe dies durch den Aufbau von neuen Geschäften grösstenteils kompensieren können, aber mit diesen Veränderungen wandle sich auch das Arbeitsplatzangebot. Arbeitplätze in traditionellen Bereichen verschwinden, würden aber durch andere Jobs in neuen Bereichen ersetzt. Swisscom hält denn auch fest, dass sein Personalbestand über die letzten Jahre gesehen gewachsen und nicht gesunken ist, von 15'200 Vollzeitstellen per Ende 2005 auf 16'400 per Ende September 2012. (Hans Jörg Maron)

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