Steuersoftware in Uri soll vereinheitlicht werden

4. November 2015, 15:49
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Die Steuerbehörden im Kanton Uri sollen effizienter arbeiten und einfacher zusammenarbeiten können.

Die Steuerbehörden im Kanton Uri sollen effizienter arbeiten und einfacher zusammenarbeiten können. Der Regierungsrat schlägt vor, für die kantonale Verwaltung und die 18 Gemeindesteuerämter eine gemeinsame Steuersoftware anzuschaffen.
Wie der Regierungsrat am Mittwoch mitteilte, hat er den Bericht einer Arbeitsgruppe positiv zur Kenntnis genommen. Er hat diesen nun bis am 5. Februar 2016 in die Vernehmlassung geschickt.
Das Steuerwesen ist im Kanton Uri dezentral organisiert. Die unterschiedlichen EDV-Systeme ermöglichten keinen durchgängigen Prozess von der Registerführung über die Steuererklärung und Veranlagung bis zum Steuerbezug und dem Inkasso, heisst es in dem Bericht. Eine Optimierung sei deswegen nicht möglich. Der zunehmende Einsatz neuer Technologien erfordere aber eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Behörden.
Die Arbeitsgruppe kam zum Schluss, dass die heutigen Unzulänglichkeiten mit einer gemeinsamen Steuersoftware eliminiert werden könnten. Der gesamte Steuerprozess könne dann auf einer zentralen Steuerlösung erledigt werden. Zudem könnten dann gezielt Aufgaben zwischen dem Kanton und den Gemeinden verschoben werden, um den Steuerprozess zu optimieren.
Das Projekt mit dem Namen URTax soll in Etappen umgesetzt werden. In einem für 2017 geplanten ersten Schritt werden die dezentralen Daten auf eine gemeinsame Plattform übertragen. Die Investitionskosten von 1,2 Millionen Franken werden vom Kanton übernommen. Darin enthalten sind die Kosten für die Lizenzen und die Datenmigration. Die jährlichen Betriebskosten sollen bei 52'000 Franken liegen.
Die neue Lösung sei zwar im Vergleich zu heute teurer, heisst es im Bericht der Arbeitsgruppe. Diese vertritt jedoch die Ansicht, dass diese Mehrkosten gemessen am Nutzen gerechtfertigt seien. (sda/mik)

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