Steuersünder-CD: Whistleblower könnte eruiert werden

4. Februar 2010, 14:14
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Der Datenrettungsspezialist Kroll Ontrack nimmt die derzeit laufenden Diskussionen um die "Steuersünder-CD" zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass Datenträger wie CDs und DVD Informationen enthalten, um Rückschlüsse wie beispielsweise den Ursprung der Daten zu ziehen.

Der Datenrettungsspezialist Kroll Ontrack nimmt die derzeit laufenden Diskussionen um die "Steuersünder-CD" zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass Datenträger wie CDs und DVD Informationen enthalten, um Rückschlüsse wie beispielsweise den Ursprung der Daten zu ziehen. Mit Hilfe von speziellen Verfahren aus der Datenrettung und Computer-Forensik würde sich etwa der Weg der Daten bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen lassen, so dass nachgewiesen werden könne, wann und an welcher Stelle die vertraulichen Informationen einen Ort verlassen hätten.
Auch seien Rückschlüsse auf den Brennort einer CD möglich und sogar die Identität des anonymen Anbieters könne ermittelt werden, schreibt Kroll Ontrack in einer Mitteilung. Betroffene, wie etwa im aktuellen Fall Banken, könnten ihrerseits durch die Eingrenzung der Mitarbeiter, die überhaupt die technischen Möglichkeiten für den Datenbankzugriff haben, gezielt Untersuchungen anstellen lassen. Dabei können Logfiles, die Zugriffe auf die Datenbanken festhalten, eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings weist das Unternehmen darauf hin, dass eine allfällige gerichtliche Verwertbarkeit der so gewonnenen Daten von Fachjuristen beurteilt werden müsste. (bt)

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