Steve Jobs erfreut Fans und enttäuscht Anleger

16. Januar 2008, 10:12
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Der charismatische Apple-Boss kündet an der MacWorld "nur" ein ultraflaches Notebook und einen Film-Verleih an.

Der charismatische Apple-Boss kündet an der MacWorld "nur" ein ultraflaches Notebook und einen Film-Verleih an.
Gestern hielt Apple-Chef Steve Jobs die Eröffnungsrede zur Hausmesse MacWorld. Traditionellerweise kündet der charismatische Mann im schwarzen Rollkragen-Pullover jeweils neue Produkte an und versetzt seine Anhänger damit in Aufregung.
Gestern nun gelang Jobs keine Überraschung: Bereits im Vorfeld wusste man, dass Apple nun auch als Film-Verleiher über Internet auftreten wird und dass ein neues, besonders kleines Gerät auf den Markt kommen wird. Tatsächlich zeigte Jobs das "MacBook Air" (Foto), ein an der dicksten Stelle nur 1,9 cm dickes Notebook. Es hat einen 13,1-Zoll-Bildschirm, eine 80-GB-Harddisk (alternativ gibt es auch eine 64-GB-Solid-State-Disk), eine neuartige Tastatur, sowie einen Touchpad mit iPhone-ähnlichen Funktionen. Was es nicht hat, sind eine Ethernet-Schnittstelle und ein optisches Laufwerk, dafür aber natürlich einen einegebauten WLAN-Adapter. Die Batterie für das teure Ding (ab 2'499 Franken) soll fünf Stunden halten.
Ausserdem kann man nun in Apples iTune Laden auch Filme ausleihen. Apple konnte sich die Rechte für den Filmverleih von diversen grossen Studios wie Warner, Disney und Sony sichern.
Während Steve Jobs Auftritt wie immer von den "Ohs" und "Ahs" und Szenenapplaus seiner Fans begleitet war, war die US-Börse weniger begeistert. Man hatte mit mehr Überraschungen gerechnet, weshalb der Kurs der Apple-Aktie gleich mal um 5,5 Prozent fiel. Bei einer Marktkapitalisierung von etwa 150 Milliarden Dollar "vernichtete" (das Geld existiert ja nicht wirklich) Jobs mit seiner zuwenig überraschenden Rede also gleich mal acht Milliarden Dollar. (hc)

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