Stiftung Mindfire startet KI-Mission in den Schweizer Alpen

17. November 2017, 16:39
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Das Ziel von Mindfire ist ziemlich ambitioniert: Das menschliche Bewusstsein soll entschlüsselt werden, um darauf basierend künstliche Intelligenz zum Nutzen der Gesellschaft zu schaffen.

Das Ziel von Mindfire ist ziemlich ambitioniert: Das menschliche Bewusstsein soll entschlüsselt werden, um darauf basierend künstliche Intelligenz zum Nutzen der Gesellschaft zu schaffen. Einen ersten Schritt dahin will die Stiftung mit der Mindfire Mission-1 machen. In deren Rahmen sollen im Mai 2018 "die 100 klügsten Köpfe" in Davos an "einigen der schwierigsten Herausforderungen im Bereich AI arbeiten", so eine Mitteilung. Dabei soll zugleich die Schweiz im globalen Rennen um künstliche Intelligenz vorangebracht und zum "Epizentrum für AI" werden.
Hinter dem Projekt stehen die Schweizer Pascal Kaufmann von Starmind, Lukas Sieber von Greater Zurich Area und AI-Forscher Rolf Pfeifer. Drei weitere Persönlichkeiten aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Neurowissenschaften und Ethik nehmen Einsitz in den Stiftungsrat. Ethik soll beim Projekt eine wichtige Rolle spielen. Dazu passt auch die Form der nicht-gewinnorientierten Stiftung und das selbstdeklarierte Ziel: "AI soll der gesamten Menschheit zugutekommen und die Patente dafür nicht in den Besitz von Regierungen oder Tech-Unternehmen gelangen", kann man der Mitteilung entnehmen.
Wer Mindfire unterstütze, werde automatisch Mitbesitzer des zusammengetragenen Eigentums – das über eine Blockchain-Lösung gesammelt und transferiert werden soll. Aber wer gehört zu den Mitbesitzern des geistigen Eigentums? In einem Dokument zum heutigen Presseanlass finden sich "Stimmen zu Mindfire" von Exponenten von Accenture, Economiesuisse, Greater Zurich Area, Region Davos, Maerki Baumann, Maxon Motor, UBS, Helsana, Switzerland Global Enterprise und dem Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit. Eine Sprecherin des Projekts bestätigt auf Anfrage von inside-it.ch: Dies sind die Unterstützer, die genannt werden möchten, weitere, darunter auch Private, möchten ungenannt bleiben.
Zurzeit sucht Mindfire weltweit die 100 Talente für die erste Mission. Bewerber müssen ihre berufliche und akademische Laufbahn nachweisen und Argumente für eine Teilnahme vorlegen. Reise, Aufenthalt und Verpflegung übernimmt Mindfire, zudem werden Beiträge mit Blockchain-basierten Token vergütet. Um das zu finanzieren, hat die Stiftung bereits rund eine Million Franken von den Unterstützern gesammelt, berichtet 'Computerworld'.
Wer sich für die Davos-Mission anmelden will, der kann dies auf der Website von Mindfire tun. (ts)

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