Stimmung in der Branche bleibt schlecht

25. Mai 2020, 14:04
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Im Vergleich zum April sieht die Schweizer ICT-Branche zwar Verbesserungen. Die Umsatzerwartungen bleiben aber negativ.

Der Swico ICT Index beschreibt auch im Monat Mai 2020 ein düsteres Bild. Nachdem der Index im April tauchte, stieg er nun um 10 auf aktuell 76,2 Punkte. Für den Index werden Branchenvertreter nach ihren Erwartungen für die Auftragslage, Umsatzentwicklung oder Rentabilität befragt.
Die von der Branche erwarteten Verbesserungen reichen allerdings noch nicht zum Überschreiten der Wachstumsgrenze von 100 Punkten, schreibt der Verband Swico im aktuellen Index.
In den Teilbereiche Software (+18,6 Punkte), IT-Services (+8,3) und Consulting (+8,7) steigen die Index-Werte deutlich an. Die Erwartungen bezüglich Umsatzentwicklung, Bruttomarge und die Entwicklung des Auftragseingangs übersteigen die Erwartungen vom April, sind aber noch immer negativ.
Herausforderungen sind laut Swico die Verkaufstätigkeit sowie Akquisition von neuen Projekten und Kunden, die sich in Zeiten von Social Distancing und Homeoffice schwieriger gestalten. Daneben führt die allgemeine wirtschaftliche Lage zu Projektverschiebungen. Insgesamt sei die Planbarkeit derzeit äussert schwierig, führt der Verband aus.
Deutlich weniger steigen die Indexwerte der Teilbranchen IT/Technology (+0,8 Punkte), Consumer Electronics (+0,6) und Imaging/Printing/Finishing (+5). Hier mache sich neben der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage vor allem die fehlende Investitionsbereitschaft bemerkbar. Der Bereich Consumer Electronics werde zudem durch Lieferengpässe belastet.
"Auch wenn wir von einer Entspannung der Lage sicher noch weit entfernt sind, so ist der Anstieg der Indizes der einzelnen Teilbranchen dennoch ein wichtiges, positives Signal", sagt Judith Bellaiche, Geschäftsführerin des Anbieter-Verbands. Auch wenn es für konkrete Prognosen noch zu früh sei. 

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