Storage für das softwaregesteuerte Rechenzentrum

3. Mai 2013, 12:03
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Das Software-Defined Data Center wird ein Hauptthema der EMC-Hauskonferenz EMC World sein - gerüchtehalber soll der IT-Riese eine neue Produktkategorie auf den Markt werfen.

Das Software-Defined Data Center wird ein Hauptthema der EMC-Hauskonferenz EMC World sein - gerüchtehalber soll der IT-Riese eine neue Produktkategorie auf den Markt werfen.
Geht es nach Gerüchten, die unter anderem 'The Register' intensiv pflegt, wird EMC an der Hauskonferenz EMC World nächste Woche eine neue Produktkatgeorie einführen. Es handle sich um eine Lösung, die unter anderem in Form eines preisgünstigen "Storage-Ozeans" (Sea of Storage) auf Basis von softwaregesteuerter Commodity-Hardware dem Konzept Software Defined Storage (SDS) folgt. Bereits seit Anfang Jahr kursiert in diesem Zusammenhang der Codename "Bourne", den EMC offenbar für eine Data-Center-Architektur verwendet, die bei Storage, Netzwerk und Servern die Steuerebene (Control Plane) von der Verarbeitungsebene (Data Plane) trennt, und so das Rechenzentrum zum "Software Defined Data Center" macht.
Im Fall des Netzwerks (Software Defined Networking) ist das Prinzip bereits in die Praxis umgesetzt. Ein offener Standard namens OpenFlow ermöglicht, dass zwar die Weiterleitung der Datenpakete wie gehabt durch den Switch, den Router und den Access Point erledigt wird, das gesamte Management des Datenverkehrs aber an eine separate Steuersoftware ausgelagert ist. OpenFlow-fähige Switches gibt es mittlerweile von fast allen Grössen des Netzwerkmarkts, bei der Steuersoftware spielen auch Startups wie etwa Big Switch mit.
Software Defined Storage
Ganz ähnlich soll Software Defined Storage arbeiten. Im Fall von EMC heisst dies, dass für die Data Plane neben den eigenen Arrays der VMAX-, VNX- und Isilon-Reihen auch Storage-Einheiten von Drittherstellern und Commodity-Produkte in Frage kommen, so ein von 'The Register' publiziertes Diagramm aus einer EMC-Präsentation. Auf der Control Plane ist eine Software für die sinnvolle Verteilung der Daten auf die verschiedenen Einheiten zuständig, die neben dem klassischen block- und filebasierten Zugriff auf Basis des Dateisystems HDFS (Hadoop Distributed File System) auch verteilte objektbasierte Speicherung im Cloud-Modell ermöglicht und damit zu einem gewissen Grad in Konkurrenz zu bisherigen Lösungen wie Centera und Atmos tritt. Sprich: Mit SDS sinken die Anforderungen an die Intelligenz der Speichereinheiten und damit ihr Preis. Sie müssen sich nur noch um die konkrete Ablage der ihnen zugeteilten Daten kümmern, die Zuteilung übernimmt die Control-Plane-Software, die auf günstigen Standardservern läuft.
Dass Software Defined Storage ein Hauptthema der EMC World sein wird, bestätigte der offizielle EMC-Blogger Chuck Hollis in einem Beitrag vom 2. April. (ubi)

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