Storage-Outsourcer werden ohne Storage-Infrastruktur

23. Mai 2006, 13:28
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Interxion sucht Reseller für "Backup Lifecycle Management", einen Online-Backup- und -Archivierungs-Service für KMU.

Interxion sucht Reseller für "Backup Lifecycle Management", einen Online-Backup- und -Archivierungs-Service für KMU.
Das hauptsächlich als Datenzentrumsbetreiber bekannte Unternehmen Interxion versucht sich mit einem neuen Dienstleistungsangebot: Als nach eigenen Angaben erster Anbieter kombiniert Interxion Online-Backup und Online-Archivierung in einem Angebot. (Unseres Wissens gibt es allerdings in der Schweiz mit SwissVault noch mindestens einen weiteren Anbieter mit einem ähnlich gelagerten Kombiservice.)
Das neue Service-Modul wird von Interxion unter dem Namen "Backup Lifecycle Management" (BLM) angeboten und richtet sich gemäss Urs Bühler, Chef der Interxion Schweiz AG, vor allem an KMU. Und das spannende für den Channel: BLM soll in der Schweiz über Partner vertrieben werden, wie uns Bühler erklärte. Dies sei eine grosse Chance für solche Partner, so Bühler, ohne eigene Infrastruktur ins Storage-Outsourcing-Geschäft einzusteigen.
Das System, auf dem BLM beruht, ist gemäss Interxion vollständig automatisiert und integriert. Es kann eine beliebige Anzahl von Standorten eingebunden werden, und unter anderem auch die Notebooks einzelner Angestellter – diese werden dann jedes Mal gesichert, wenn sich ein Angestellter ins Internet einloggt.
Die BLM-Applikation übernimmt die Policy-basierte automatische Datensicherung. Nicht mehr aktuell benötigte Daten, die aber verfügbar bleiben müssen, werden verschlüsselt, komprimiert und in einem mehrstufigen Speicherarchiv archiviert. Das System soll dabei, um die Speicherkapazitäten zu schonen, auch dafür sorgen, dass keine Files doppelt oder mehrfach gespeichert werden,
Ein Anreiz für Kunden könnte es dabei sein, dass man kein eigenes Backup- und Archivierungssystem verwalten und sich zum Beispiel nicht mehr selbst um die korrekte Aufbewahrung von Tapes, DVDs, CDs usw. kümmern muss.
Das System soll den Kunden auch alle "Compliance"-Sorgen, zum Beispiel über die korrekte Aufbewahrung von E-Mails, abnehmen. "Auch die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied hat inzwischen die wesentlichen Gesetze und Verordnungen an die europäischen Vorgaben schrittweise angeglichen", meint dazu Urs Bühler, General Manager der Interxion Schweiz AG. "Dies zeigt sich etwa im Obligationenrecht in den Bestimmungen über Buchführung*, welche die Aufbewahrung von Geschäftskorrespondenz, der Bücher und der Buchungsbelege in elektronischer Form regeln." (Hans Jörg Maron)

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