Storage: Zu viel, zu lange

16. August 2010, 14:34
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Unternehmen speichern zu viele Daten zu lange, weil sie keinen Plan haben.

Unternehmen speichern zu viele Daten zu lange, weil sie keinen Plan haben.
Die grosse Mehrheit (nämlich 87 Prozent) von 1'680 weltweit befragten CIOs und Rechtsabteilungen aus Grossunternehmen sind überzeugt, dass eine durchdachte Speicherstrategie dabei hilft, überflüssige Daten rechtzeitig zu löschen. Und damit natürlich Geld einzusparen, da sich das rasante Wachstum des Speicherbedarfs für Archive und Backups wenigstens verlangsamt. Aber nur die Hälfte (46 Prozent) der befragten Firmen hat einen solchen formalen Plan auch etabliert.
Dies ist die Erkenntnis aus einer Umfrage, die vom US-Software-Hersteller Symantec finanziert wurde. Immerhin 15 Firmenvertreter aus der Schweiz wurden befragt.
Dass man zu wenig Daten systematisch löscht, hat seine Folgen: So werden gemäss dem Hersteller drei Viertel der Backup-Kapazitäten von Dateien belegt, die auf unbegrenzte Zeit abgespeichert oder aus juristischen Gründen aufbewahrt werden. Ein Viertel davon sind aber unwichtig und könnten gelöscht werden. Auch werden Daten, die aus rechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen, falsch, nämlich auf Backup-Systemen (Tape), gespeichert.
Und fast die Hälfte der befragten Unternehmen benützen Backup-Software für die Archivierung von Daten, obwohl diese dafür nicht geeignet ist, schreibt Symantec. Eigentlich sollte man Backup-Systeme für die Daten-Wiederherstellung bei Katastrophen benützen und Backup-Daten also nur für ein paar Wochen speichern. Alles was länger aufbewahrt werden muss (z.B. Geschäftskorrespondenz), sollte auf Archivsystemen aufbewahrt werden.
Denn "richtige" Archivsysteme machen das Auffinden von Daten, gerade bei Rechtsfällen, wesentlich einfacher, günstiger und genauer und man braucht keine physischen Daten (Kopien) mehr aufzubewahren. Ausserdem, so schreibt Symantec vor allem mit Blick auf die Rechtspraxis in den USA, bevorzugen Gerichte die Datenlöschung, wenn diese automatisiert und nach definierten Regeln umgesetzt wird. (Christoph Hugenschmidt).

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