Storage-Zukunft: Kompakte Festplatten vs. Solid-State-Drives

24. November 2008, 06:19
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2,5-Zoll-HDs "retten" im High-end-Bereich die Harddisk, glaubt (Harddiskhersteller) Western Digital.

2,5-Zoll-HDs "retten" im High-end-Bereich die Harddisk, glaubt (Harddiskhersteller) Western Digital.
Bei High-Performance-Festplatten für den Einsatz im Unternehmensumfeld entwickelt sich der 2,5-Zoll-Formfaktor zum Standard, glaubt der Festplattenhersteller Western Digital. Einer der Gründe: Bei Platten mit 10'000 Umdrehungen pro Sekunde ist die Stromaufnahme verglichen mit 3,5-Zoll-Modellen um rund 35 Prozent tiefer.
Western Digital steht derzeit noch fest im Festplatten-Lager, wo der sinkende Stromverbrauch hilft, dem Druck der Konkurrenz durch Flashspeicher-basierte Solid-State-Drives, die ebenfalls einen niedrigeren Stromverbrauch haben, standzuhalten. "Im High-Performance-Bereich werden SSDs mit der Zeit an Boden gewinnen", meinte zwar Hilmar Beck, Western Digital Enterprise Sales Manager DACH, im Gespräch mit ‚pressetext‘. Allerdings habe die Technologie noch Einschränkungen wie etwa die begrenzte Maximalzahl der Schreib-Lese-Zyklen und die dadurch beschränkte Haltbarkeit. Der Western-Digital-Experte verweist auch darauf, dass die Schreibgeschwindigkeiten von SSDs noch relativ gering seien. "Noch sind Festplatten im High-Performance-Bereich überlegen", ist er daher überzeugt.
Western Digital betont aber, dass das Unternehmen durchaus Erfahrung mit Flash-Technologie hat und sich bei Bedarf auch der SSD-Technologie zuwenden werde. Der Druck, mit dem andere Unternehmen hinter SSDs stehen, könnte Western Digital dabei früher statt später unter Zugzwang setzen. Beispielsweise hat Speicher-Mitbewerber SanDisk angekündigt, ab 2009 für 100 Mal höhere Schreibgeschwindigkeiten bei SSDs zu sorgen.
Derzeit können sich Festplatten im Unternehmensumfeld nicht zuletzt Dank des Übergangs zum 2,5-Zoll-Formfaktor behaupten. "Moderne Blade-Server folgen diesem Trend bereits seit einiger Zeit", sagt Beck. Auch Mischlösungen, die leistungsfähige 2,5-Zoll-Festplatten mit kapazitätsstarken 3,5-Zoll-Modellen kombinieren, sind möglich. Dabei sinkt die Gesamtkapazität gegenüber der ausschliesslichen Verwendung von 2,5-Zoll-Platten nur um zehn Prozent, während der Stromverbrauch im Mittel um 30 Prozent zurückgeht, so Western Digital. Seit 2004 sei die durchschnittliche Leistungsaufnahme von Enterprise-Festplatten von 240 auf 144 Watt gesunken, während sich die mittlere Kapazität vervierfacht habe. (pte/hjm)

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