Streit um Abspaltung und Börsengang bei Infineon

9. Januar 2006 um 10:50
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Wie die 'Welt am Sonntag' gestern berichtete, ist im Vorstand des deutschen Chipherstellers Infineon ein Streit darüber entbrannt, wie die geplante Abspaltung und der darauf folgende Börsengang angegangen werden soll.

Wie die 'Welt am Sonntag' gestern berichtete, ist im Vorstand des deutschen Chipherstellers Infineon ein Streit darüber entbrannt, wie die geplante Abspaltung und der darauf folgende Börsengang angegangen werden soll. Die Zeitung zitiert einen "hochrangigen Manager", der von "unterschiedlichen Auffassungen" spricht. Die Abspaltung an sich ist zwar nicht gefährdet, man ist sich jedoch nicht darüber einig, in welcher Form der abzuspaltende Bereich "Speicherprodukte" geführt werden soll.
Differenzen gibt es demnach bei der strategischen Positionierung des Unternehmens. Es sei auch noch nicht entschieden, wo sich die Unternehmenszentrale des ausgegliederten Bereichs befinden soll. Gemäss Branchenkennern könnte der juristische Sitz nach Asien verlegt werden, während die operative Führung weiterhin in München bleiben könnte.
Durch die Blockade von einigen Managern innerhalb von Infineon gerät auch der geplante Börsengang in Gefahr. Dieser ist für den Sommer geplant, nachdem die Abspaltung des Speicherchipgeschäfts vollendet sein sollte. Infineon hatte im November angekündigt, die Produktion von Speicherchips von der Logikchip-Produktion zu trennen. Das Unternehmen will sich auf den stabileren Markt für Logikchips konzentrieren. (mim)

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